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Matthew Haworth eröffnet das neue Produktions- und Distributionszentrum am Standort Bad Münder

Konzernchef kommt zur Einweihung aus den USA

Bad Münder (hzs). Nach Abschluss einer einjährigen Aus- und Umbauphase hat der Büromöbelhersteller Dyes Haworth sein neues Produktions- und Distributionszentrum am Standort Bad Münder eingeweiht. Fast die komplette Führungsmannschaft des US-Mutterkonzerns war dazu an den Deister gekommen – an der Spitze Inhaber und Vorstandsvorsitzender Matthew Haworth persönlich, der das Familienunternehmen in dritter Generation führt.

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„2011 wird zwar kein leichtes Jahr“, stellte Europachef José Amaral fest, „aber wir setzen auf Qualität, und die können wir durch diese Investition, unsere bislang größte außerhalb Nordamerikas, viel besser gewährleisten.“ Und auch Matthew Haworth bekräftigte sein Bekenntnis zum Standort Bad Münder. Man strebe stets Winwin-Situationen an – was bedeute, dass man die Kommunen, in denen man produziere, stärken wolle. Allerdings: Vertreter der Stadt fehlten beim Empfang.

Die Investition in siebenstelliger Höhe bleibe nicht ohne Effekt auch auf die Arbeitsplätze, versprach Betriebsleiter Richard Harrop: „Wir haben derzeit rund 60 Mitarbeiter in der Produktion und acht Auszubildende. Langfristig streben wir eine Beschäftigtenzahl um die 100 an.“ Ein Familienunternehmen könne viel langfristiger planen als ein an Quartalsberichten gemessenes, börsennotiertes Unternehmen, stellte Amaral noch klar.

Das inhabergeführte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Holland im US-Bundesstaat Michigan Von dort aus hat sich Haworth in über 60 Jahren zu einem der weltweit größten Büromöbelhersteller entwickelt, der in über 120 Ländern vertreten ist. Rund um den Erdball beschäftigt der Konzern 6200 Mitarbeiter, die 2009 einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden Dollar erzielt haben. Mit über 500 Mitarbeitern an den Standorten Ahlen und Bad Münder ist Haworth einer der größten Büromöbelhersteller auf dem deutschen Markt.

„In dem 1947 erbauten Fabrikgebäude sind Wände herausgebrochen und neue Produktionslinien geschaffen worden“, erläuterte Produktionsmanager Detlef Dobelmann die fertiggestellten Arbeiten. Für den vollautomatischen Plattenzuschnitt wurde eine neue Sägeanlage in Betrieb genommen. Auf dem „Schrank-Highway“ wird ab Anfang nächsten Jahres produziert. Neue Montageanlagen für Korpusmöbel sind kürzlich eingetroffen.

Auch äußerlich haben die Gebäude durch wärmeisolierte Fensterfronten ihr Aussehen verändert. Dobelmann: „Die Raumstrukturen sind jetzt offener gestaltet und ermöglichen optimierte Arbeitsabläufe.“ Zu den Neuerungen gehört auch eine mit Sägespänen befeuerte Heizungsanlage. „Dadurch sparen wir jährlich rund 100 000 Liter Heizöl und 900 Tonnen Kohlendioxid ein“, so Dobelmann.

Zum Dank für seine gute Arbeit während der Umbauphase überreichte Konzernlenker Matthew Hawort (r.) dem Münderaner

Torsten Sotta eine Auszeichnung.

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