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Auch "Flotte Weser" legt in Rinteln an / Nachbau eines historischen Lastkahns bleibt weiter aktuell

Konkurrenzkampf auf der Weser wird härter

Rinteln (wm). Der Kampf um den Fahrgast auf der Weser wird härter: Nach der "Brissago" von Kapitänin Roswitha Warnecke und dem Raddampfer der Mindener Fahrgastschifffahrt will jetzt auch die "Flotte Weser" aus Hameln mit eigenen Schiffen in Rinteln anlegen. Auch der historische Lastkahn, ein EU-Projekt, ist noch im Gespräch.

In dieser Saison legt auch die "Flotte Weser" aus Hameln (hier d

Noch sei der Weserkahn nicht auf Grund gelaufen, obwohl es zeitweise so ausgesehen habe, schilderten Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und "Leader+"-Regionalmanager Heiko Wiebusch, nachdem klar war, mit der Gemeinde Kalletal ist das nicht zu verwirklichen, wie ursprünglich vorgesehen. Derzeit verhandele man mit der "Flotte Weser" in Hamelnüber eine Nutzungsvereinbarung für den Lastkahn, der Touristen und Fahrräder befördern soll. Weil für den Bau des historischen Weserkahns 50 Prozent aus EU-Mitteln finanziert werden, ist die Lage kompliziert: Wer das Schiff betreibt, darf damit keine Gewinne machen, auch eine kommerzielle Reederei nicht. Auf der anderen Seite sehen sich die Kommunen, die das Projekt fördern - der Landkreis Schaumburg, der Landkreis Hameln-Pyrmont, die Stadt Hessisch Oldendorf und die Stadt Rinteln - nicht in der Lage, einen oder gar zwei Binnenschiffer mit Weserpatent dafür einzustellen. Das Problem soll jetzt die "Flotte Weser" in Hameln lösen. Deren Geschäftsführer, Jörg Menze bestätigte: "Wir sind im Gespräch." Kommt der historische Weserkahn, wird in Rinteln am Brückentor auch ein neuer Anleger gebraucht. Damit soll sich der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag beschäftigen. Geplant sei, so Buchholz, die Stadt baut von der Weserpromenade aus eine Zuwegung, die"Flotte Weser" investiert in einen Ponton. "Leader+"-Manager Heiko Wiebusch zeigte sich optimistisch: Das Projekt sei offiziell von den Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) bewilligt, Fördermittel dafür beantragt. Könne man die praktischen Probleme lösen, geheer davon aus, dass der Kahn gebaut wird. Damit würden, den Lastkahn eingerechnet, dann in der Sommersaison künftig vier Fahrgastschiffe am Brückentor in Rinteln anlegen: Roswitha Warnecke mit ihrer "Brissago", die zwar inzwischen nur noch alle 14 Tage sonntags Rinteln anläuft, deren Schiff aber jederzeit gebucht werden kann und dann nach Rinteln kommt. Die "Flotte Weser", die in dieser Saison erstmals regelmäßig auf der Fahrt nach Minden in Rinteln anlegt (der Fahrplan steht im Internet unter www.flotte-weser.de ). Manüberlege sogar, schilderte Geschäftsführer Jörg Menze, ein Schiff nach Rinteln zu verlegen, sollte die Nachfrage entsprechend sein. Auch ein Anleger in Großenwieden sei geplant Die Mindener Fahrgastschifffahrt (Mifa), die von Mai bis Oktober mit ihrem Raddampfer auf den Fahrten nach Hameln wie Minden auch Rinteln bedient (der Fahrplan ist ebenfalls im Internet unter www.mifa.com/ ). Geschäftsführer Michael Schiebe, betonte, das Gerücht, die Mifa wolle den Anlieger in Rinteln verkaufen, sei falsch.

"Lüder von Bentheim", Nachbau eines historischen Lastkahnes, wie
  • "Lüder von Bentheim", Nachbau eines historischen Lastkahnes, wie er auch für Rinteln geplant ist.
Der Raddampfer der Mindener Fahrgastschifffahrt.
  • Der Raddampfer der Mindener Fahrgastschifffahrt.
Die "Brissago" der Kapitänin Roswitha Warnecke mit eigenem Anleg
  • Die "Brissago" der Kapitänin Roswitha Warnecke mit eigenem Anleger am Brückentor.
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