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Auch Bad Münder hat sich an der Erstellung des mehr als 200 Seiten starken Papiers beteiligt

Klimaschutzkonzept soll Denkanstöße geben

Bad Münder (st). „Das ist ein Papier, das Denkanstöße gibt“, freut sich Harald Meyer-Achilles vom münderschen Umweltamt über die Fertigstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes für den gesamten Landkreis.


Die weit mehr als 200 Seiten sollen nun als Grundlage dienen, die Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu reduzieren und langfristig eine vollständige CO2-Neutralität mit Deckung des Energiebedarfs für Strom und Wärme durch erneuerbare Energien aus Ressourcen der heimischen Region zu erreichen. „Es ist ein ganz, ganz breites Werk, das im vorgegebenen Zeitplan erstellt worden ist. Und da bin ich besonders stolz drauf,“ sagte Kreiswirtschaftsförderer Andreas Manz.

Unter Federführung des Landkreises ist das Konzept in einem einjährigen Prozess verwirklicht worden. „Bad Münder hat in zwei Arbeitsgruppen seine Beiträge zu dem Werk erarbeitet“, sagt Meyer-Achilles. „In diesen Gruppen haben Vertreter der Verwaltung, des Handwerks, der Wirtschaft sowie der Vereine und Verbände mitgewirkt.“

Ausgangspunktfür das Konzept war die Energie- und CO2-Bilanz des Landkreises für das Jahr 2007. Sie dokumentiert den Strom- und Wärmeverbrauch der Kommunen und gibt einen Überblick der verursachten CO2-Emissionen. Eines der Ergebnisse: Jeder Einwohner produziert im Jahr 8,9 Tonnen des schädlichen Treibhausgases. „Das wollen wir jetzt hier in Bad Münder durch die festgehaltenen Maßnahmen reduzieren. Dabei ist das Klimaschutzkonzept nicht bindend, es dient eher als Leitfaden“, sagt Meyer-Achilles. Er betont aber, dass die Verwaltung alleine wenig bewegen kann, hier sei zusätzlich bürgerliches Engagement nötig.

Kreiswirtschaftsförderer Manz sagt: „Man muss Visionen haben, und es wird Geld kosten. Die Politik trifft die Entscheidungen, aber wir haben nun eine Grundlage, was wir machen könnten.“ Vorbehaltlich der politischen Zustimmung durch den Kreistag am 15. Juni soll das vom Bund mit rund 220 000 Euro geförderte Klimaschutzkonzept – Anteil des Landkreises: rund 55 000 Euro – in den Städten und Gemeinden Hameln-Pyrmonts in öffentlichen Veranstaltungen Interessierten vorgestellt werden.

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