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Burdorf sieht „Verabredung“ von Bürgermeisterin und Fraktionschefs

Klimaschutz-Agentur: Scharfe grüne Kritik an Nicht-Beitritt

Bad Münder (jhr). „Ein Armutszeugnis für die Stadt“ – Dr. Helmut Burdorf, Ratsmitglied der Grünen, kritisiert scharf die Ablehnung der Klimaschutzagentur im Landkreis durch die „Große Koalition“ in Bad Münder. Lediglich Bad Münder und Aerzen waren der Agentur nicht beigetreten (NDZ berichtete).


Burdorf spielt in seiner Kritik darauf an, dass die Ablehnung nicht an den fehlenden finanziellen Möglichkeiten der Stadt liegen könne – schließlich „leistet man sich doch eine Menge Gutachten und Konzepte, die wesentlich weniger positive Effekte haben werden als die Klimaschutzagentur“, so der Grünen-Vertreter. Seine Begründung für die Ablehnung: „Weil hier einige Politiker arm an Erkenntnisfähigkeit sind.“

Dafür, dass es zu „diesem faux pas“ kommen konnte, hat Burdorf eine eigene Theorie: Während zu verschiedensten Anlässen immer wieder interfraktionelle Gespräche und Informationsveranstaltungen stattfänden, habe zum Thema „Klimaschutzagentur“ nie ein derartiger Termin stattgefunden. Mehrfach vom Landkreis angebotene Informationen seien nicht beachtet worden. „Nicht einmal die heimischen Kreistagsabgeordneten wurden offenbar konsultiert, als es um den Beitritt zur Klimaschutzagentur ging“, so Burdorf – der Entwurf eines Gesellschaftervertrages sei den Ratsfraktionen nicht zur Kenntnis gegeben worden. „Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Ablehnung der Agentur im Wesentlichen nur von drei Personen verabredet wurde: der Bürgermeisterin und den Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU.“

„Gerade Bad Münder als Tourismus-, Gesundheits- und Bildungsstandort stände es gut zu Gesicht, wenn hier vorbildliche Aktivitäten für die Energieeinsparung und die Erzeugung regenerativer Energien gestartet würden“, sagt Burdorf und hofft, dass der Beschluss Bad Münders „in naher Zukunft revidiert wird.“

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