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Ausstellung "Wasser und Kultur" noch bis einschließlich Freitag in der Sparkasse zu sehen

Kleinstaaterei ist nicht gut für Wasserwirtschaft

Bückeburg. Der Schutz des Wassers und der Erhalt der Ressourcen darf nicht vor Kreis- und Ländergrenzen halt machen, "Kleinstaaterei" und "kleinkariertes Denken" haben in der Wasserwirtschaft nichts zu suchen. Das ist eine der Forderungen, die in der Ausstellung "Wasser und Kultur" erhoben wird, die noch bis zum Ende der Woche in der Kundenhalle der Hauptstelle der Sparkasse an der Bahnhofstraße zu sehen ist.

Wie der Vorsitzende des Abwasserverbandes Gehle-Holpe, der stellvertretende Landrat Werner Vehling, mitteilte, wird in der Ausstellung sehr viel Wissenswertesüber die Wasserwirtschaft und die Wassernutzung in all ihren vielfältigen Formen vermittelt. Daher sei die Ausstellung, die der Abwasserverband organisiert und aufgestellt habe, gut für den Besuch von Schulklassen geeignet. Dass Wasser nicht an Ländergrenzen halt mache, zeige sich am Beispiel der Bückeburger Aue, die auf nordrhein-westfälischem Gebiet in die Weser münde, die wiederum kurz danach durch Niedersachsen fließe. Um Probleme etwa bei Hochwasser oder Wassergewinnung zu lösen, sei eine ganzheitliche Betrachtung der Flussgebietseinheiten vonnöten, so wie es die EU-Wasserrahmenrichtlinie auch fordere. Es gebe Beispiele wie das interkommunale Gewässerentwicklungskonzept "Weser-Werre-Else" unter Beteiligung von 18 Gemeinden Ostwestfalen-Lippes; niedersächsische Gebietskörperschaften seien am Projekt aber nicht beteiligt. Vehling: "Weserbergland und Ostwestfalen-Lippe lassen sich nicht trennen." Abwasserverbands-Vorsitzender Vehling erinnerte an einen zweiten Aspekt des Wassers: "Was passiert mit dem Wasser, nachdem wir es genutzt haben?" Jeder Bundesbürger verbrauche im Schnitt rund 130 Liter Trinkwasser pro Tag. "Irgendwann landet diese Menge in der Kanalisation." Die Abwasserentsorgung sei daher eine der wichtigste Aufgaben der Daseinsfürsorge, aber auch der Gesundheitshygiene und des Wohlbefindens. Eine intakte Kanalisation und eine umfassende Abwasserentsorgung werde gebraucht. Ein Beispiel sei der Abwasserverband Gehle-Holpe, der ein 230 Kilometer langes Kanalnetz, verteilt auf drei Samtgemeinden und die Städte Bückeburg und Stadthagen, unterhalte. Die Kläranlage Volksdorf zähle mit einer Reinigungsleistung von 98 Prozent zu einer der modernsten und leistungsstärksten im Landkreis.

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