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Heute um 10 Uhröffnet das 6. Bau- und Energieforum / Zahl der Besucher wächst von Jahr zu Jahr

"Klares Bekenntnis zum Qualitätsstandort"

Obernkirchen (rnk). Selbst ist die Frau: Also hängen Verena Michalek und Sabine Herschmidt vom Architekturbüro "AAD" die Lichtschienen an ihrem Stand selbst auf, schrauben die Stangen zusammen und dekorieren am Schluss noch mit Tischdecken und zwei Blumenvasen die Gesprächsstände. Es ist kurz nach 11 Uhr in der Liethhalle, in gut acht Stunden eröffnet das 6. Bau- und Energieforum inoffiziell. "AAD" ist seit Beginn an dabei, wie die meisten anderen Aussteller auch. Kein Wunder, denn die Grundidee, die Dirk Siekmeier vor sechs Jahren hatte, ist durchaus bestechend, ebenso einfach wie naheliegend: Auf einer Messe, so die Idee des Vorsitzenden des Ahnsener "Bauforums Wohnkultur", sollten sich die heimischen Gewerbetreibenden und Handwerker rund ums Haus darstellen. Hausbau, Holz, Heizung - alles aus einer Hand, alles aus einer Region. Gemeinschaftlich sollte dem Häuslebauer die Leistungskraft einer Region vorgestellt werden.

Fast alles fertig: Andreas Warnecke (l.) und Reinhard Gottschalk

Das Konzept trug, wie nicht zuletzt die seit der ersten Ausstellung stetig gewachsene Zuschauerzahl belegt. Besonders erfreulich dabei: Es sind ganz wenig "Geier" dabei, also Besucher, die es nur auf einen Gratis-Zollstock oder ein paar Kugelschreiber abgesehen haben. Ganz im Gegenteil, erklärt Elektromeister Klaus Scholz: Die Nachfrage sei in nahezu allen Fällen fachbezogen. "Wenig Schmutz bei der Installation für viel Komfort" nennt Scholz sein Programm. Und nennt ein Beispiel: "Wir sorgen etwa dafür, dass im gesamten großen Garten die Beleuchtung bequem per Knopfdruck von der Terrasse aus gesteuert werden kann." Eine Teilnahme am Forum sei eine Pflichtveranstaltung, erklärt Andreas Nürnberg, der mit seinem Fliesenfachgeschäft seit der Premiere in der Liethhalle dabei ist. Die Mund-zu-Mund-Propaganda der Kunden, die natürlich auf einer hervorragenden Arbeitsleistung des Fachgeschäftes beruhen müsse, sei für eine Firma des Mittelstandes ein richtig gutes Standbein: "Diese Ausstellung macht für uns Sinn", erklärt der Sülbecker. 13 Uhr. Am Stand des Möbelhauses Holtmann herrscht Hochbetrieb. Gleich mit mehreren Lastwagen hat das Gelldorfer Unternehmen in die Liethhalle fahren und dort auspacken lassen, was nicht nur Frauenherzen höher schlagen lässt: Allerneueste Küchentrends, in der die Technik nicht reiner Selbstzweck ist, sondern als Helfer Koch und Köchin das Leben ein bisschen einfacher macht. Und weil auch das Umfeld stimmen muss, werden die Stellwände noch schnell neu gestrichen. Ein warmer Beigeton passt bestens zu den Küchen. Dirk Siekmeier geht derweil von Stand zu Stand, schaut hier nach dem Rechten, hilft dort mit ein paar Tipps. Mittlerweile, so freut sich Siekmeier, habe man die Organisation auf mehrere Schultern verteilt, das entspannt. Und der Stolzüber die Aufbauleistung ist ihm anzusehen: Immerhin wird in der Liethhalle ohne professionelle Messeausstatter gearbeitet. "Diese Ausstellung ist ein klares Bekenntnis zum Qualitätsstandort Obernkirchen", wertet Joachim Gotthardt als Vorsitzender des Vereins für Wirtschaftsförderung. 14 Uhr. Richtig schuften müssen Manfred Eßmann und Christina Nähring vom "Förderverein Sonnenbrinkbad". Der Verein übernimmt die Animation der Kinder, damit die Eltern mehr Zeit haben, um in Ruhe durch die Ausstellung zu bummeln. Weil es eine Schatzsuche geben soll, muss Sand herbeigeschafft werden. Bis die Kiste voll ist, sind viele 25-Kilo-Säcke zu schleppen. Eine echte Premiere feierte dagegen Thomas Hose. Weil in diesem Jahr zum ersten Mal am Tag vor der Ausstellung zum Feierabendbier geladen wird, muss er das große Bufett aufbauen. Der Wirt des Sonnenbrink-Restaurants schleppt Tische und Bänke. Er ist völlig unaufgeregt, wie alle anderen.

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