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250 Besucher feierten das „Liturgische Fest“ in der Petri-Pauli-Kirche / Ein anderer Gottesdienst löst Begeisterung aus

Kirche lebt – dank vieler engagierter Jugendlicher

Bad Münder. Weihnachten ist zwar erst in zwölf Wochen, doch davon bekam man bereits am vergangenen Freitagabend einen Vorgeschmack – zumindest was den Besuch des Gottesdienstes in der Petri-Pauli-Kirche anbelangte. 250 Besucher, mehr als zwei Drittel allein Jugendliche, füllten das Gotteshaus. Warum dieser Andrang am Vorabend des bevorstehenden Wochenendes? Ganz einfach. Die Losung lautete „Liturgisches Fest“ – der etwas andere Gottesdienst. Die Evangelische Jugend feierte ihn unter dem Titel „Mein Hunger und ich“.

In vielen Szenen und Sketchen breitete die Evangelische Jugend d

Autor:

Dieter Gömann

30 Jungen und Mädchen haben zusammen mit dem federführenden Trio Anja Langkopf, Jens Pfohl und Björn Henkel sowie in der Koordination durch Pastor Dietmar Adler wochenlang gearbeitet, geprobt und gewerkelt, damit das „Liturgische Fest“ zu einem Erfolg wird.

Drei Stunden lang feierten die Gastgeber mit der jugendlichen Gemeinde und zeigten, wie sehr Kirche gerade durch ihr seit Jahren wiederkehrendes Engagement lebt.

Der Ablauf des Gottesdienstes orientierte sich zwar an den überlieferten, eingefahrenen Ritualen und Gleisen, zeigte sich aber inhaltlich auf einer ganz anderen Schiene. Schon allein die Musik und die ausgewählten Lieder, teilweise mit englischem Text, waren so recht nach dem Geschmack der Schüler und Jugendlichen. Großen Anteil hatte daran die Band „Himmlisch“ aus Bremen, die die Gastgeber beim Kirchentag in der Hansestadt kennengelernt hatten. Die acht jungen Musiker heizten mit rockigen, fetzigen und poppigen Rhythmen ein, die die Besucher förmlich elektrisieren ließen, und im Nu wurde stehend und klatschend gesungen und sich im Rhythmus bewegt.

Die Jugendband „Himmlisch“ aus Bremen lieferte einen
  • Die Jugendband „Himmlisch“ aus Bremen lieferte einen glänzenden musikalischen Part ab und begeisterte 250 Besucher.

Szenen und Sketche, neben dem Agapemahl, brachten die Akteure glänzend herüber und spiegelten den Titel des Abends wider. Anja Langkopf und Björn Henkel spielten dabei ein Ehepaar im Wohnzimmer, das alle Aktionen mit Ansagen und Kommentaren begleitete und durch das Einschalten verschiedener Fernsehkanäle zu den nachfolgenden Darstellungen überleitete.

In vielfältiger Weise wurde die Frage beantwortet, wonach die heutige Jugend hungert: Hunger nach Essen und Trinken, nach Frieden, nach Gerechtigkeit, nach Versöhnung und Aussöhnung.

Auch anhand von eingespielten Video-Clips an der Großbildleinwand erlebten die Besucher das Stillen des Hungers im übertragenen Sinn. Sehr beeindruckend das selbst verfasste Glaubensbekenntnis des allzu früh verstorbenen Sebastian Mücke, das gesungene „Vater unser“ , begleitet von der Band „Himmlisch“, wie ebenso das Finale mit dem glänzenden Lied „We shall overcome“.

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