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Kindertagesstätten: In Bad Münder geht‘s jetzt um Qualität

BAD MÜNDER. 63 Seiten schwer, vollgepackt mit Zahlen, Auswertungen und Prognosen für die Zukunft: Der Landkreis hat den Bedarfsplan für die Kindertagesstätten fertiggestellt. Aus den Berechnungen ergibt sich für Bad Münder ein positives Fazit: Kita-Plätze gibt es mehr als nötig, für die Zukunft sei man gut gewappnet.

Plätze gibt es laut Statistik genug – aber die Zusatzangebote sind in Bad Münder laut Bedarfsplan noch ausbaufähig. Foto: Archiv
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Stadt und Ortsteile seien teilweise sogar Spitzenreiter im Landkreis. „Bad Münder liegt voll im grünen Bereich“, sagt Andreas Kopp, Leiter des Jugendamts in Hameln-Pyrmont. Verglichen mit Bad Pyrmont oder Hessisch Oldendorf ist die Kurstadt vor allem in der Nutzung des Kita-Angebots top: 99,5 Prozent der Kinder, die mindestens drei Jahre alt sind und noch nicht zur Schule gehen, besuchen laut Statistik eine Kita in Bad Münder – fünf Prozent mehr als im Kreisdurchschnitt.

Genau erklären kann Kopp das nicht, er vermutet aber: „Die Angebote zur Einzelintegration in Bad Münder werden vor Ort genutzt, in anderen Teilen des Landkreises fahren die Eltern ihr Kind zum Beispiel zum Sprachheilkindergarten nach Aerzen.“ Dadurch fallen die Kinder in anderen Kommunen aus der Statistik raus. Außerdem gebe es auch eine gute Integration von Flüchtlingskindern, unterstützt vom ehrenamtlichen Engagement in der Stadt, lobt Kopp.

Ein genauerer Blick in die Zahlen verrät aber auch, dass ein Problem bleibt: Freie Plätze gibt es vor allem in den Ortsteilen, die Kitas in der Kernstadt sind meist voll belegt. Kapazitäten gibt es noch in der Tagespflege – jedes dritte Kind, das von einer Tagesmutter betreut wird, belegt allerdings auch gleichzeitig einen Platz in einer Kita.

Auch Elisabeth Borcherding von der Stadtverwaltung in Bad Münder bezeichnet das Platzangebot als „auskömmlich“, weiß aber auch: das Angebot ist ungleich verteilt. Nicht überall sind die Betreuungszeiten ideal, wird eine Ganztagsgruppe angeboten oder können genug Plätze für Kinder unter drei Jahren vorgehalten werden. Probleme gab es zuletzt vor allem in Bakede, wo Borcherding auf Kitas in Beber oder Hamelspringe verweisen musste – mit anderen Betreuungszeiten.

Die Hausaufgaben für Bad Münder stehen deswegen schon im Bedarfsplan mit drin – nach Auswertung der Befragung der Eltern in den vergangenen Monaten. Im Fokus stehen dabei die Sonderöffnungszeiten, die über die Kernbetreuungszeit von 8 bis 12 Uhr hinausgehen. Auch Zusatzangebote wie Mittagessen und ähnliches sollen in Absprache mit Elternvertretern und den Erziehern in weiteren Einrichtungen angeboten werden.

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