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Im nächsten Ortsrat: Tempo 30 für Kiesteichzubringer, Autoverbot für Fußweg

Kiesteich-Zubringer: "Selbstmord"

Engern/Ahe (mld). Beschränkung auf 30 km/h für den Kiesteich-Zubringer, Sperrung für Autoverkehr auf den Fußwegen und bessere Pflege des Wegenetzes rund um die Kiesteiche bei Engern und Ahe - das wird Ortsbürgermeister Dieter Horn nach eigenen Aussagen beim nächsten Ortsrat fordern. Anlass dazu ist das Schreiben vonUwe Waldfried aus Engern, der sich schon lange über die Missstände ärgert und Horn in seinem Brief bittet, etwas dagegen zu unternehmen.

Auf der schmalen Straße können Lkw Tempo 70 fahren. Die Straße m

"Sage und schreibe 70 km/h sind auf der Straße ,Zu den Kiesteichen' erlaubt", beschreibt Waldfried den Zustand auf dem Kiesteich-Zubringer. Benutzt wird die schmale Straße vor allem von Lkw. Dabei müssen Fußgänger, die zu den Kiesteichen wollen, die Straße teilweise mitbenutzen, was vor allem im Bereich der Kurve gefährlich ist. "Das grenzt an Selbstmord", ist sich der Engersche Bürger sicher. Außerdem gehöre ein Teil der Straße zum Weserradweg; so herrsche dort "reger Fahrradverkehr". Aus Sicherheitsgründen solle deshalb, so seine Forderung, eine Maximalgeschwindigkeit von 30 km/h vorgeschrieben und ein zusätzlicher Fußweg angelegt werden. Doch die Straße ist nicht die einzige Baustelle, die er in der Gegend sieht: Rund um einen der beiden Kiesteiche führt ein Weg, der immer wieder mit Autos befahren wird - obwohl er nur für Reiter, Radfahrer und Fußgänger gedacht ist. Waldfried plädiert für eine gezielte Sperrung des Weges. Freigeben könne man ihn aber bis zum Badestrand, damit ihn Anlieger, Badegäste, Angler und Mitglieder des Freizeitvereins, denen das Gelände zu Teilen gehört, benutzen könnten. "Die Bürger haben den Fußweg gut angenommen. Jetzt beschweren sich viele über den Autoverkehr", sagt Horn. Erst vor zwei Monaten hatte ein Bürger den Weg mit Kies teilbefestigt. Durch Autos würde der Weg wieder beschädigt, Menschen, Tiere und Pflanzen würden gestört oder bedroht. "Möglichst nicht mit dem Auto den Weg entlangfahren", appelliert er an die Engerschen Bürger. Das Auto lasse sich bequem an den Parkplätzen an beiden Enden des Weges abstellen. Als letzten Punkt fordert Waldfried eine verbesserte Pflege von Hecken und Grünstreifen des Weges vom Kieswerk bis zur Umgehungsstraße. "Die Privateigentümer und die Stadt müssen regelmäßig für Rückschnitt sorgen", stimmt Horn ihm zu. Er wolle Waldfrieds Schreiben den Ortsratsmitgliedern zur nächsten Sitzung vorlegen, die aber erst wieder im Frühjahr stattfinden wird.

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