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Bei einem Spaziergang durch die heimischen Wälder gibt es Gutes und Nützliches für die Gesundheit zu entdecken

Kiefer, Birke, Buche – ein Blick in die Baum-Apotheke

Hessisch Oldendorf (ll). Nicht nur Vogelstimmen, Insektensummen und das Rauschen der Blätter stehen im erholsamen Gegensatz zum Lärmstress von Verkehr und Arbeitsalltag. Der Wald ist auch ein Lieferant wertvoller Ressourcen. Seit Jahrtausenden liefert er dem Menschen auch Blüten, Früchte, Blätter, Rinde, Holz und Wurzeln als Heilmittel. Hexenschuss, Muskelzerrungen, Husten, Schnupfen oder Hautprobleme – die Einsatzbereiche natürlicher Heilmittel aus Sträuchern und Bäumen sind äußerst vielfältig.

Hessisch Oldendorf (ll). Nicht nur Vogelstimmen, Insektensummen und das Rauschen der Blätter stehen im erholsamen Gegensatz zum Lärmstress von Verkehr und Arbeitsalltag. Der Wald ist auch ein Lieferant wertvoller Ressourcen. Seit Jahrtausenden liefert er dem Menschen auch Blüten, Früchte, Blätter, Rinde, Holz und Wurzeln als Heilmittel. Hexenschuss, Muskelzerrungen, Husten, Schnupfen oder Hautprobleme – die Einsatzbereiche natürlicher Heilmittel aus Sträuchern und Bäumen sind äußerst vielfältig. „Der Wald ist sozusagen der Doktor der Naturheilkunde“, sagt Ute Mühlbauer, Vorsitzende des Naturheilvereins Weserbergland. „Nur Hausbesuche macht er eben nicht.“

Aus dem Harz der Knospen der Kiefer etwa wurde früher Terpentinöl hergestellt, das äußerlich bei Hautverletzungen und innerlich zur Inhalation bei Erkrankungen der Luftwege angewandt wurde. Heute dient Kiefernnadelöl vor allem zur Herstellung von Salben und Inhalaten sowie ätherischen Ölbädern. Als Badezusatz ist das Öl der Kiefer nicht nur erfrischend, sondern hilft auch bei Rheuma, Grippe, Erkältung und ist schmerzlindernd.

Auch heute werden verschiedene Pflanzenteile der Birke als Heilmittel verwendet. Aus Blättern, der Rinde und dem Birkensaft, den man durch Anritzen der Bäume im Frühjahr erhält, entstehen Tees, Tinkturen, Salben, Heilbäder oder Öle. Die Birke ist reich an Inhaltsstoffen; äußerlich angewendet, helfen die Inhaltsstoffe der Birkenblätter und des -saftes bei Ekzemen, Hautwunden, Schuppen und Haarausfall. Beliebt bei Saunagängern: Birkenreiser, die zur Durchblutungsförderung dienen, indem man sich mit den Reisern in der Sauna schlägt. Aus dem in der Rinde eingelagerten Birkenteer wurden früher sogar Boote und Holzgefäße abgedichtet.

Als fiebersenkendes Mittel gilt der Tee aus Buchenrinde. Der Tee aus Buchenblättern eignet sich zur Herstellung von Kompressen, die eine kühlende und entzündungshemmende Eigenschaft entfalten. Grundsätzlich gilt: Durch die ätherischen Stoffe, die die Pflanzen des Waldes abgeben, duftet die Luft erfrischend und ist heilsam für die Atemwege. Es herrscht ein ausgeglichenes Klima. Auch in Planzenteilen von Kirsche, Linde, Lärche oder Esche lassen sich nützliche Inhaltsstoffe finden. Einen genaueren Überblick darüber gibt Renate Schulte, Gästeführerin im Weserbergland.

Am Sonntag, 6. Juni, steht eine Wanderung unter dem Thema „Wald – Energie und Lebensspender“ auf dem Programm. Neben Informationen über den Wald als Apotheke stehen Anekdoten aus dem Süntel an. Eine Neubauernstelle wird auch besucht. Treffpunkt ist der Waldparkplatz am Forsthaus Bensen um 13.30 Uhr. Für die etwa zweieinhalbstündige Wanderung sind keine Anmeldungen erforderlich, die Kosten betragen 3 Euro pro Person, Kinder nehmen kostenlos teil.

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