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Kooperation mit dem VfL Wolfsburg – weil das Konzept „Bewegte Schule“ gut ankommt

KGS-Schüler sind jetzt Partner der „Wölfe“

Bad Münder (jhr). Wenn schon, denn schon – die noch junge Kooperative Gesamtschule hat sich einen starken Partner gesucht. Die Wahl ist auf keinen Geringeren als den amtierenden Deutschen Fußballmeister gefallen: den VfL Wolfsburg. Als Partnerschule profitiert die KGS von der Unterstützung durch den Verein.

Jesse Kuhn, Jonathan Czwikla, Daniele Wente, Michel Pötz, Markus

Für den kommissarischen Schulleiter Edgar Schulz ist die Partnerschaft ein Glücksfall, eine Partnerschaft mit dem VfL sei derzeit sehr begehrt. Dass die Anfrage der Schule nicht – naheliegend – Hannover 96 erreichte, hat seine Gründe, allerdings nicht die besondere Vorliebe des Schulleiters für einen bestimmten Verein: „Ich ziehe da niemanden vor.“ Für Schulz und seine Kollegen war ein wichtiger Aspekt bei der Bewerbung, dass die Partnerschaft mit dem VfL Wolfsburg sehr gut in das Konzept der Schule passt. Als „Bewegte Schule“ liegt ein Schwerpunkt eben in der Bewegung, der Fußballclub unterstützt Projekte, die Gesundheit und Lernfreude fördern.

Wie die Verbindung sehr gut genutzt werden kann, hat Schulz auch bereits ausgearbeitet. Ein Beispiel ist die Einbindung des Vereins in den Bereich Verkehrserziehung, heute „Mobilität“ genannt. Die Schüler der fünften Klasse sollen lernen, selbst einen Ausflug nach Wolfsburg zu planen und zu organisieren. Sie sollen sich zu Gruppen von jeweils fünf Schülern zusammenfinden, für einen vorher benannten Heimspieltag des VfL eine Bahnfahrt nach Wolfsburg planen. Dort steht dann zunächst ein Besuch der Experimentierlandschaft „phaeno“ an, anschließend geht es – ebenfalls selbst organisiert – ins Stadion. Die Schüler werden beaufsichtigt, allerdings halten sich Lehrer und Eltern im Hintergrund. Eine Bahnfahrt mit dem Niedersachsenticket, der Besuch des „phaeno“ und des Spiels wird jeden Schüler nur rund zwölf Euro kosten – dank der Partnerschaft mit dem Verein. Die KGS ist die erste Schule im Landkreis, die eine Partnerschaft mit den „Wölfen“ eingeht.

Als Partnerschule wird die KGS auch vom Verein beobachtet, insbesondere im sportlichen Bereich. „Falls sich bei uns ein großes Fußball-Talent entwickelt, kann es sehr wohl sein, dass der VfL genauer hinsieht“, sagt Schulz.

Neben dem Fußball spielen gerade im Nachmittags-Angebot auch andere Sportarten eine große Rolle an der KGS. Ein besonderes Augenmerk des Schulleiters liegt allerdings auf dem Bereich Schwimmen. „Umfragen haben ergeben, dass rund 30 Prozent unserer Fünftklässler nicht schwimmen können. Das wollen wir unbedingt ändern“, sagt er. Spätestens bis Klasse 9 soll jeder Schüler über das bronzene Schwimmabzeichen verfügen. Der ersten Klasse, die nur aus Schwimmern besteht, winkt ein Preis, die „goldene Schwimmflosse.“

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