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Wegen "grausamer Zustände" auf Hof G. / Prozessbeginn 28. Januar

Keine Tiere mehr bis 2011: Richter verhängt Tierhalteverbot

Rehren. Der Landwirt Walter G. darf drei Jahre lang keine Tiere mehr auf seinem Hof halten, so der Beschluss der Bückeburger Staatsanwaltschaft im Fall eines Rehrener Landwirts, von dessen Hof das Schaumburger Veterinäramt im Februar 51 Rinder und 98 Schweine geholt hatte.

Auf dem Hof hätten "katastrophale und grausame Zustände" geherrscht, so Dr. Ulf Güber, stellvertretender Leiter des Veterinäramts. Bis Februar 2011 ist G. die Tierhaltung damit untersagt. Danach "könnte er theoretisch wieder Tiere halten", wie Klaus Heimann, Pressesprecher des Landkreises Schaumburg, auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt. Die Aufhebung dieser Verfügung geschieht unabhängig davon, ob sich die Voraussetzungen für Tierhaltung auf dem Hof dann geändert haben oder nicht. "Aber natürlich wird das Veterinäramt ein sehr genaues Auge auf den Hof G. haben", so Heimann. Das weitere Geschehen liegt in den Händen der Staatsanwaltschaft: Eine Anklage wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurde bereits erhoben. Die Hauptverhandlung beginnt am 28. Januar.

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