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Gemeinderat nimmt sich Zeit für die Entscheidung, welche Homepage-Variante für Buchholz die beste ist

Kein Hau-ruck zwischen HTML und CMS

Buchholz (tw). Die Pläne der Gemeinde für den Aufbau einer Internet-Homepage nehmen allmählich Gestalt an.

Die Homepage soll nicht nur das Dorf sowie seine Firmen und Vereine präsentieren und Freiflächen im Wohngebiet "Auf der Portugall" bewerben. Der Rat will auf ihr auch aktuelle Entscheidungen publik machen - beispielsweise das Prozedere der jüngst beschlossenen Erstattung der Eintrittsgelder für das Freibad Rolfshagen. Peter Gaßmann von der Firma "Avantgard Computersysteme" mit Sitz in Obernkirchen informierte die Politiker auf ihrer jüngsten Zusam menkunftüber das, was die verschiedenen Programmiersysteme leisten können - und was nicht. Den Kontakt hatte ein Bürger aus Buchholz kurzfristig vermittelt. Gaßmann stellte dem Rat zwei mögliche Versionen vor, die sich zwar äußerlich ähneln, inhaltlich aber wenig gemeinsam haben. Bei der einen handelt es sich um eine "normale", in der Scriptsprache HTML respektive PHP geschriebene Homepage, die von einem Fachmann gepflegt werden muss. Bei der anderen um eine, die mit CMS erstellt wird. "Letztere", so Gaßmann, "erlaubt es jedem Ratsmitglied, das sich mit der Textverarbeitung ,Word' auskennt, selbst Änderungen an der Homepage auszuführen". Lediglich den Austausch von Bildern müsse jemand vornehmen, der am PC versiert ist. HTML wäre für 650 Euro, das in der Programmierung aufwendigere Content-Management-System CMS für 1000 Euro zu haben. Laut Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) gibt es noch ein weiteres mündliches Angebot einer Firma aus Bad Eilsen, das bei 750 Euro liegt. Jetzt stehen die Politiker vor der schwierigen Frage, ob sie sich die Programmierung selbst zutrauen und sich für die - teurere - CMS Variante entscheiden, oder ob sie die Pflege ihrer Homepage fremd vergeben wollen; dann wäre HTML respektive PHP die richtige Entscheidung. Denn eines ist klar: "Wenn sie am Ende einen schlecht gepflegten weil kaum aktualisierten Internet-Auftritt haben, sollten sie vom Einrichten einer Homepage lieber Abstand nehmen", sagt Gaßmann. Deswegen: Obwohl der ursprüngliche Beschlussvorschlag lautete, den Auftrag für das Erstellen der Homepage an die Firma Avantgard Computersysteme zu vergeben, die am 8. April ein Angebot abgegeben hatte, nahmen die Politiker am Ende davon Abstand. Sie wollen das Gehörte erst einmal sacken lassen und sich in ihren jeweiligen Fraktionen beraten. Insbesondere Krause will keine "Hau-ruck-Aktion". Die Entscheidungüber das geeignete Programmiersystem und die Vergabe des Auftrages soll auf der Ratssitzung am Dienstag, 20. Mai, erfolgen. Auch die Gründung einer Arbeitsgruppe, welche der Firma zuarbeiten und die Inhalte der Homepage liefern soll, wurde bis dahin vertagt.

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