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Meerbecker Volksbank-Geschäftsstelle zum Jahresende dicht

Kaum Möglichkeit zur Beratung

Meerbeck (gus). Weniger Volksbank in Meerbeck - zum Jahresende schließt die Geschäftsstelle an der Hauptstraße. Der Geldautomat und der Kontoauszugsdrucker bleiben allerdings erhalten, teilte die Pressesprecherin der Volksbank Hameln-Stadthagen, Juliane Djouimaj, mit.

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Die Volksbank begründet die Filial-Schließung mit der Bündelung der Betreuungs-Ressourcen. Derzeit, so Djouimaj, sei es in Meerbeck für den dortigen Geschäftsstellenleiter, Friedrich-Wilhelm Richter, kaum möglich, ausgiebige Beratungsgespräche zu führen. Wegen der Laufkundschaft komme es ständig zu Unterbrechungen. Der Bedarf gehe aber hin zu längeren Fachgesprächen. Vom 2. Januar an wird Richter stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Niedernwöhrener Filiale sein. Das Team im Nachbarort umfasse dann vier Mitarbeiter, geführt wird es wie bisher von Michael Blaudszun. Die Volksbank Hameln-Stadthagen erhofft sich von der Bündelung "hohe Präsenz vor Ort". Nach Absprache können auch außerhalb der Öffnungszeiten zwischen 8 und 20 Uhr Termine verabredet werden. Ihre Kunden hat die Volksbank Hameln-Stadthagen bereits schriftlich von dem Schritt informiert. Wegen der nahen Geschäftsstelle im Nachbarort sehen die Verantwortlichen keine bedeutenden Einschnitte für Meerbeck. "Geldautomat und Kontoauszugdrucker, die viele der Serviceleistungen am Schalter ohnehin lange abgelöst haben, werden Meerbeck weiter zur Verfügung stehen", heißt es in einer Pressemitteilung des Geldinstituts. Wann in das bald leere Gebäude ein Nachmieter einzieht, ist laut Djouimaj noch unklar. Es gebe aber Signale, dass die Gemeinde bei möglichen Umbauarbeiten zur Seite steht. Ein Signal dieser Art hat es laut Bürgermeister Klaus Tanski allerdings nicht geben. Tanski sagte, er habe im Vorfeld der Geschäftsstellen-Schließung lediglich um einen Gesprächstermin gebeten, weil die Gemeinde "nicht wusste, was los ist". Das Gespräch sei geführt worden, aber dass sich die Gemeinde hinsichtlich der Nachnutzung ins Zeug legt und womöglich auch noch an Umbaumaßnahmen beteilige, das müsse ein Missverständnis gewesen sein. "Natürlich ist es für uns nicht schön, dass die Volksbank schließt. Aber die ökonomischen Beweggründe kann man nachvollziehen", sagte Tanski. Und auch dass ein Leerstand für einen Ort immer problematisch ist, räumte der Bürgermeister ein. "Das ist kein schönes Bild." Die Hilfe bei der Suche nach einem neuen Mieter beschränke sich aber ausschließlich auf eine Art Vermittlerrolle. Wenn bekannt werde, dass ein Gewerbetreibender eine Unterkunft in Meerbeck sucht, dann wolle die Gemeindeverwaltung auf das leere Volksbankgebäude hinweisen. Grundsätzlich sei die Nachnutzung aber Sache der Volksbank Hameln-Stadthagen.

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