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Hauptversammlung des Vereins / Sanierungsarbeiten gehen voran / Geldsorgen

Katzenschwemmeüberflutet das Tierheim

Bückeburg (hb/m). Das Tierheim ist der Dreh- und Angelpunkt des Vereins und beansprucht den Vorstand völlig. Das sagte die Vorsitzende des Tierschutzvereins Bückeburg-Rinteln und Umgebung, Monika Hachmeister, auf der Hauptversammlung. Fast das ganze Jahr über sei man mit den Sanierungsarbeiten beschäftigt gewesen.

Monika Hachmeister (l.) dankt Barbara Bunge für ihre langjährige

Insbesondere im Frühjahr und im Herbst sei eine wahre Katzenschwemme über das Tierheim hereingebrochen. In Straßengräben, unter Büschen und in Pappkartons seien die jungen Katzen entsorgt worden. Hachmeister appellierte erneut an die Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Vor dem Weihnachtsfest stieg die Zahl der Fund- und Abgabehunde drastisch an. Es waren vor allemältere Tiere. "Es war zu diesem Fest wohl besonders chic, einen putzigen kleinen Welpen unter dem Weihnachtsbaum zu haben", meinte Hachmeister. Der Verein sei allen Tierfreunden dankbar, "die sich nicht am Alter der Tiere stören, sondern einigen ein neues, liebevolles Zuhause geben". Nach dem Ausscheiden der stellvertretenden Tierheimleiterin hat die Vereinsvorsitzende mit Genehmigung des Veterinäramtes und der Zustimmung des Vorstandes "zumindest vorübergehend" ehrenamtlich die Tierheimleitung übernommen. Die ehemalige Tierheimleiterin Brigitte Frey hat dann den Verein aus einer personellen Notlage geholfen und vorübergehend den Notdienst übernommen. Hachmeister informierte die Mitglieder, dass die Stadt Bückeburg die Straße vor dem Tierheim, die schon lange in einem katastrophalen Zustand ist, endlich befestigen wird. Der Tierschutzverein hätte sich gefreut, wenn auch der unbefestigte Parkplatz, der sich bei Regen grundsätzlich in einen See verwandelt und dann nicht mehr nutzbar ist, mit gepflastert worden wäre. Die Gesamtkosten in Höhe von 5000 Euro wollte man sich mit der Stadt teilen. Leider sah die Stadt sich nach den Worten von Bürgermeister Reiner Brombach dazu nicht in der Lage. Schatzmeister Kurt Wiegand musste mitteilen, dass der Verein, dem 298 Mitglieder angehören, das Geschäftsjahr mit einer Unterdeckung in Höhe von etwa 56 000 Euro abgeschlossen hat. In den Kosten ist allerdings ein Betrag in Höhe von etwa 27 000 Euro für Sanierungsarbeiten enthalten. Insbesondere die Tierarztkosten (etwa 46 000 Euro) und Futterkosten (etwa 11 000 Euro) bereiten dem Verein Sorgen. Die Liquidität des Vereins, so Wiegand, sei trotz alledem zufriedenstellend, was nicht zuletzt einer Erbschaft zu verdanken sei. 172 Hunde und 140 Katzen konnten vermittelt werden. "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen", sagte Barbara Bunge, die mehr als 25 Jahre lang als Schriftführerin im Vorstand ehrenamtlich mitgearbeitet hat. Sie versprach, dem Verein treu zu bleiben. Es gebe auch ohne Amt viele Wege, Tieren und Verein zu helfen. Der Vorstand dankte Barbara Bunge für ihre langjährige Vorstandsarbeit. Sie habe sich all die Jahre für die Tiere eingesetzt. Zur Nachfolgerin wählte die Versammlung einstimmig Petra Busche aus Hespe. Schatzmeister Kurt Wiegand aus Rinteln wurde ebenso einstimmig in seinem Amt bestätigt. In diesem Jahr kann der Tierschutzverein auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Die Vorbereitungen für einen "Tag der offenen Tür" am Sonntag, 22. Juni, laufen bereits auf Hochtouren.

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