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Ehren-Ortsbürgermeister stirbt mit 82 Jahren

Karl Buchholz gestorben

Möllenbeck (crs). Karl Buchholz ist tot. Der Ehren-Ortsbürgermeister von Möllenbeck ist am Mittwoch im Alter von 82 Jahren gestorben.

Karl Buchholz?

Mit Karl Buchholz verliert Möllenbeck einen Menschen, der sich zeitlebens mit Herzblut für seinen Heimatort, für Rinteln und die Region eingesetzt hat. Buchholz bleibt als Mensch in Erinnerung, de m in seiner ihm eigenen ruhigen und zugleich beharrlichen Art der Ausgleich mit politisch Andersdenkenden stets wichtig war. Jahrzehntelang stand der gebürtige Möllenbecker an der Spitze der Kommunalpolitik: Von 1962 bis zur Gebietsreform 1974 war Buchholz Bürgermeister der damals noch selbstständigen Gemeinde Möllenbeck, im Möllenbecker Rat war er für die SPD sogar schon seit 1960 aktiv. Auch dem Kreistag des damaligen Landkreises Grafschaft Schaumburg gehörte er acht Jahre lang an. Übergangslos engagierte sich Buchholz auch nach der Gebietsreform bis 1991 im neuen Rintelner Stadtrat, von 1974 bis 1986 war er Beigeordneter im Verwaltungsausschuss. Ortsbürgermeister und Mitglied des Ortsrates Möllenbeck war Buchholz bis zum Jahr 2001. Bis kurz vor seinem Tod leitete er zudem die Verwaltungsstelle im Klosterdorf. Für dieses kommunalpolitische Engagement wurde Buchholz bereits im Juni 1983 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im Jahr 2001 beschloss der Stadtrat zudem, Buchholz mit der nur selten verliehenen Würde eines Ehren-Ortsbürgermeisters auszuzeichnen. Aber Buchholz war nicht nur Politiker: Auch in den Vereinen Möllenbecks, in der Feuerwehr, in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und als ehrenamtlicher Schöffe hat sich der gelernte Tischler engagiert, der bis 1972 in seinem Beruf, danach bis zur Pensionierung als Telefonist im Kreiskrankenhaus Rinteln arbeitete.

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