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Hessischer Düngemittelhersteller hält Lösung zur Ableitung der Haldenwässer in die Werra für umweltverträglich

Kali+Salz stellt Bauantrag für Salzwasserpipeline

Weserbergland (fhm). Der Düngemittelhersteller Kali+ Salz macht Ernst. Das hessische Unternehmen hat beim Regierungspräsidium Kassel den Antrag zum Bau einer Salzwasserpipeline von Neuhof zum Kaliwerk Werra bei Philippsthal eingereicht. Ein Sprecher der Behörde bestätigte den Eingang des Antrags, der mehrere Dutzend Aktenordner umfasse.

Das umstrittene Anliegen des Düngemittelherstellers werde in den kommenden Wochen in den betreffenden Kommunen öffentlich gemacht, so der Sprecher. Eine Entscheidung über den Antrag werde nicht vor März 2008 fallen. In einer Erklärung nannte Kali+Salz den "Transport des Salzwassers mit einer Leitung und die anschließende Nutzung in der Kaliproduktion den ökologisch vorteilhaftesten Weg zur Entsorgung". Nach Auffassung des Unternehmens kann die Werra die Aufnahme der durch die 63 Kilometer lange Pipeline transportierten Salzwässer verkraften. Man sei sicher, dass die "ökologische Erholung des Flusses nicht beeinträchtigt" wird. Umweltschützer, Weseranrainer und viele Bürger bezweifeln, dass diese Einleitungen nicht zu einer Erhöhung des Salzgehalts von Weser und Werra führen und befürchten große Nachteile.

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