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Edathy: Straße bis Abbau offen halten

K 80: "Wo ein Wille ist, muss auch eine Straße sein"

Krankenhagen (crs). In ihrem Kampf gegen die vorzeitige Schließung der Kreisstraße 80 haben sich die Krankenhäger jetzt prominente Unterstützung ins Boot geholt. Auf Einladung von Ortsbürgermeister Gerhard Werner (SPD) machten sich Bundestagsabgeordneter Sebastian Edathy und Eckhard Ilsemann als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion am Sonnabend ein Bild von der Situation. Und sagten ihre Unterstützung zu: Gemeinsam wollen Edathy und Ilsemann den Landkreis dazu bewegen, die derzeit für Ende 2011 geplante Schließung zu verschieben, bis der Kiesabbau die Straße erreicht und deren Benutzung tatsächlich unmöglich macht. Hierzu soll auch das Gespräch mit Abbauunternehmer Reese gesucht werden.

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Gerhard Werner hatte zuvor deutlich gemacht, den Kampf gegen die Einziehung der Straße klar vom Widerstand gegen den mittlerweile genehmigten Kiesabbau abgrenzen zu wollen: "Wir wollen nicht gegen den Abbau polemisieren, diesen Kampf haben wir verloren." Jetzt gehe es allein darum, die Straße im Interesse etlicher Bürger, nicht nur aus Krankenhagen und dem Extertal, so lange wie möglich offen zu halten. Und zwar nicht allein um weitere drei Jahre, sondern bis zum konkreten Abbau: "Das würde sehr viel Schärfe aus der Diskussion nehmen." Als "legitimes Anliegen" und "absolut nachvollziehbar" bewertete Edathy diesen Wunsch: "Die Straße ist in einem guten Zustand und nennenswert frequentiert." Edathy sagte den Krankenhägern zu, mit Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier und der zuständigen Kreisdezernentin Ursula Müller-Krahtz zu sprechen und das Anliegen politisch zu unterstützen. Als "durchaus aussichtsreich" bewertete er selber dieses Vorhaben: "Es würde mich sehr wundern, wenn wir nicht eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung hinbekämen." Dabei sah Edathy zwei Möglichkeiten: die Kreisstraße in Trägerschaft des Landkreises weiter offenzuhalten oder sie in die Zuständigkeit der Stadt Rinteln abzugeben. "Wenn alle Probleme soüberschaubar wären wie dieses, wäre ich sehr dankbar", bilanzierte Edathy abschließend. Und: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg - und da muss auch eine Straße sein."

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