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Obernkirchener Schulabgänger werden erstmalig auf den Eintritt ins Berufsleben vorbereitet

"Jump-Day" statt Sprung ins kalte Wasser

Obernkirchen (sig). Gute schulische Leistungen allein garantieren noch nicht einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Man muss auch einen Ausbildungsplatz finden - was in den letzten Jahren nicht einfacher geworden ist. Das Obernkirchener Schulzentrum hat sich deshalb am "Jump-Day" beteiligt, bei dem es nicht um sportliche Anforderungen geht, sondern um die Vorbereitung in die Arbeitswelt.

Diese Schülerinnen haben bewiesen, dass sie über gute handwerkli

Die neunten Klassen der Haupt- und Realschule sowie Jungen und Mädchen der Förderschule sind in Gruppen aufgeteilt worden. Zusammengefasst wurden sie, um möglichst in der Nähe ihrer Wohnorte Betriebe aufsuchen zu können, die ausbilden oder ein Praktikum ermöglichen. Mit dem Firmenbesuch verbindet sich die Chance, einen ersten Einblick in die jeweilige Branche zu gewinnen und sich dort von einem kompetenten Mitarbeiter die gewünschten Informationen geben zu lassen. Auf diese Weise können falsche Vorstellungen beseitigt und die richtigen Weichen für die berufliche Laufbahn gestellt werden. Diese Aktion wird, wie Konrektor Werner Harder bei der Besprechung unterstrich, vom Landkreis und von der Sparkasse Schaumburg unterstützt. Wichtig sei, dass die jeweiligen Kommunen und angesprochenen Schulen sowie die heimischen Unternehmen mitziehen. Der "Jump-Day", an dem alle beteiligten Schüler der Abgangsklassen des Ochsenbruchzentrums keinen Unterricht haben und dafür drei bis maximal sechs Betriebe besuchen können, ist auf den 14. Mai festgelegt worden. Nähere Informationen über den Ablauf dieser Aktion gab es im Forum des Schulgebäudes für 110 Schüler aus Obernkirchen unddem Auetal durch ein Beratungsunternehmen aus Rotenburg an der Wümme. Den Jugendlichen wurde ein Fragebogen erläutert, den sie zu den Betriebsbesuchen mitnehmen müssen. Mit Hilfe eines Firmenstempels und der Unterschrift wird das dort geführte Gespräch bestätigt. Dabei geht es unter anderem um solche Fragen wie: Weshalb wird ausgebildet? Wie viele Ausbildungsplätze hat das Unternehmen? Sind auch Praktika sowie Neben- und Ferienjobs möglich?" Die Liste der zu besuchenden Betriebe ist mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer, der heimischen Handwerkerschaft, verschiedener Verbände und der Kommunen zusammengestellt worden. Die Ergebnisse der Befragung fließen in ein Internetportal ein. Das können die Schulabgänger dann für eigene Informationen nutzen. In jedem Fall wird diese Datei dazu beitragen, die Lehrstellensituation in unserer Region transparenter zu gestalten. Das Ganze macht natürlich nur dann Sinn, wenn sich möglichst viele Betriebe beteiligen. Das Schaumburger Land steht nicht allein in dem Bemühen, sowohl den jungen Berufsanfängern als auch den heimischen Unternehmen einen besseren Einstieg in die nächste Ausbildungsphase zu ermöglichen. Es gibt auch bereits gute Erfahrungen aus anderen niedersächsischen Landkreisen. So sind in Worpswede 30 zusätzliche Ausbildungsplätze gefunden worden, auch in anderen Regionen gab es ein positives Echo bei allen Beteiligten. Für das kommende Jahr ist geplant, die diesmal abgefragten Firmen per Internet, Telefon oder Fax anzusprechen und die Daten dadurch zu aktualisieren. Einen neuen "Jump-Day" planen die Organisatoren wieder in drei Jahren. Bis zu diesem Zeitpunkt können auch bereits neue Unternehmen die Adressendatei bereichern.

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