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Schützen haben Schießstand modernisiert und planen weitere Renovierungen

Jugendleiter dringend gesucht

BAD PYRMONT/HOLZHAUSEN. Es wird in den nächsten Jahren nicht einfacher für den Schützenverein Holzhausen.

Schützenpräsident Sebastian Eicke (stehend) kritisierte die mangelnde Unterstützung der Mitglieder bei geselligen Terminen. FOTO: AR
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Autor

Rudi Rudolph Reporter

Das spiegelte sich in fast allen Themen wider, die Präsident Sebastian Eicke bei der Jahreshauptversammlung im nur mäßig besetzten Schützenhaus vortrug.

Als ein Verein, der sowohl schießsportlich als auch gesellschaftlich Gewicht hat, lebt er von dem Engagement seiner Mitglieder und ist auf deren Mitwirkung angewiesen, sei es bei vereinsinternen oder auch öffentlichen Veranstaltungen. Und da hatte Eicke so manche Kritik im Gepäck. Erst kürzlich zeigte sich eine nur schwache Beteiligung bei der „Holzhäuser Nacht“, die eigentlich einen der festlichen Höhepunkte im Jahr bildet. Da fehlten, wie schon häufig, die eigenen Vereinsmitglieder in Uniform, und Eicke monierte die damit mangelhafte Außenwirkung des Vereins. Auch bei dem bayerischen Abend zum Schützenfest konnten nur wenige Mitglieder gesichtet werden, ebenfalls viele nicht in Uniform. „Wir sind ein Verein, der die Tradition hoch- hält“, sagte er, „und es macht sich nicht gut, wenn die eigenen Mitglieder da nicht zur Unterstützung bereit sind.“ Hingegen war die Beteiligung an den Ausmärschen anderer Vereine relativ gut, könnte aber auch dort besser sein. Das mangelnde Interesse, vor allem derer, die nicht an der Versammlung teilnahmen, schlage sich zudem im Rückgang der Beteiligung an vereinsinternen Angeboten wie beispielsweise dem Schweinepreisschießen, nieder. „So eine Veranstaltung kostet uns viel Geld, und wir haben sogar die letztjährige Talsohle noch unterschritten“, kritisierte der Präsident. Das Königsschießen war sogar derart enttäuschend verlaufen, dass auf das Antreten verzichtet werden musste, um kein peinliches Bild abzugeben. Sein dringender Appell war dann fast ein Notruf. „Habt Ihr Ideen? Sprecht mit uns, kritisiert uns! Haben wir keine Schützen, haben wir keinen Kronprinz, und ohne diesen kein Schützenfest. Wir brauchen deutlich mehr aktive Mitglieder.“

Der sportliche Bereich der Holzhäuser Schützen ist ein Aushängeschild. Der Schießbetrieb werde gut frequentiert und die ständige Modernisierung des Schießstandes habe dazu geführt, dass dieser inzwischen als einer der besten der Stadt bezeichnet werden könne. Es kommen jedoch immer noch weitere Reparatur- und Verbesserungsmaßnahmen auf den Verein zu, die mächtig ins Geld gehen. Immerhin konnte Kassierer Detlef Todte dem Verein ein finanziell solides Fundament bescheinigen, obwohl man mit 376 Mitgliedern 18 weniger als im Vorjahr hatte. Um einen flüssigen Schießbetrieb mit genügend Aufsichten gewährleisten zu können, benötigen die Holzhäuser dringend einen Jugendleiter, warb Sebastian Eicke. Die Wahl eines Stellvertreters für Oberst Ralf Siegmann gestaltete sich dagegen ohne Probleme, indem Christian Föge sich für dieses Amt zur Verfügung stellte. Und auch die Wahl eines neuen Schiedsgerichtes ging recht zügig über die Bühne. Es ist mit Dirk Gödeke als Vorsitzendem und Untersuchungsführer Ralf Cromwell an der Spitze besetzt, Beisitzer sind Regina Kube, Gerhard Kropp, Elke Wilsmann, Peter Bär, Andrea Hinz und Manfred Strusch.

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