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Stadtschule startet Sponsorenlauf / Schulpartnerschaft mit Mseki-Primary-School in Tansania

Jede gelaufene Runde hilft Kindern in Afrika

Rodenberg (bab). Den zehnten Spendenlauf für in Not geratene Kinder haben die fünften, sechsten und siebten Klassen der Stadtschule Rodenberg auf dem Wall absolviert. Mehr als 150 Schüler und Schülerinnen nahmen am Spendenlauf teil. Die Spenden kommen zwei Dorfschulen in Tansania und einem Projekt für Straßenkinder der Stadt Nairobi in Kenia zugute. Die Höhe der Spenden wird am Ende der Woche feststehen. Dann werden die Beträge stellvertretend überreicht.

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Wie die Schule mitteilt, ist es seit vielen Jahrenüblich, in der Adventszeit Aktionen für hilfsbedürftige Kinder zu organisieren. Dazu gehöre das Weihnachtsbasteln und der anschließende Verkauf auf dem Rodenberger Weihnachtsmarkt. Zudem wird alle zwei Jahre ein Weihnachtsbasar im Schulzentrum ausgerichtet, und es gibt den Sponsorenlauf auf dem Wall. Vor dem Lauf haben die Schüler sich im Familien- und Bekanntenkreis und unter den Lehrern Sponsoren gesucht, die bereit waren, für jede gelaufene Runde auf dem Burgwall einen bestimmten Geldbetrag zu spenden. Die Lehrerinnen Marlies Berndt-Büschen und Elke Dehne haben den Lauf mit Unterstützung von Kollegen organisiert.Sie finden es bewundernswert, mit welchem Einsatzwillen die Schüler trotz des schlechten Wetters mitgemacht haben. Seit rund sechs Jahren bestehe die Schulpartnerschaft zwischen der Stadtschule Rodenberg und der Mseki-Primary-School in Tansania. DRK und Jugendrotkreuz unterstützen seit vielen Jahren diese afrikanische Dorfschule. Mit den Spenden konnten in den vergangenen Jahren Schulbücher und Musikinstrumente, Stoffe und Nähmaschinen für die Schüler, Werkzeuge und Holz für den Bau von Schulbänken angeschafft und ein kleiner Werkraum ausgestattet werden. Die Lehrer in Mseki wollen den Schülern damit eine "kleine Berufsausbildung" geben. Eine Verbesserung der hygienischen Verhältnisse sei mit dem Bau zweier Latrinen eingetreten, der auch finanziell unterstützt wurde. Damit kein Ungleichgewicht zwischen benachbarten Dorfschulen entsteht, helfen die Schüler der fünften bis siebten Klassen seit zwei Jahren einer weiteren Schule in Njamkondo. Zwischen den afrikanischen und den Rodenberger Schülern einer neunten Klasse habe sich inzwischen eine Brieffreundschaft entwickelt, teilt die Stadtschule mit. Außerdem möchten die Rodenberger mit dem Erlös ein Projekt der Kindernothilfe für Straßenkinder in den Slums von Nairobi in Kenia unterstützen. Dort gingen die wenigsten Kinder zur Schule, weil deren Eltern kein Geld haben oder die Kinder mitverdienen müssten. Zusammen mit der "Undugu Society of Kenia" bietet die Kindernothilfe Kindern in vier Slumvierteln eine vierjährige Grundausbildung an, die speziell auf die Lebenssituation der Straßenkinder zugeschnitten ist.

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