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Ja-Wort gegeben: Rot und Grün halten Hochzeit

Eilsen. Schon in der Kommunalwahlnacht des 11. September gab’s die ersten zarten Berührungen, gefolgt von Wochen des Flirtens. Jetzt ist eine Ehe draus geworden – und die rüttelt am Kräfteverhältnis im Rat der Samtgemeinde. „Dort“, sagt Kai Alack, „wird die SPD ab jetzt gemeinsam mit Heinz-Hardy Hoffmann (Grüne) die größte Gruppe stellen“. Der Chef des SPD-Ortsvereins Eilsen: „Das heißt nicht zwangsläufig, dass wir bei den Ratsentscheidungen in Zukunft immer die Mehrheit haben; durch die Gruppenbildung haben wir sie aber in den Ausschüssen.“
Für Mittwochabend hatte Alack das „Aufgebot“ in Form einer Mitgliederversammlung in das Ahnser Mehrzweckhaus bestellt. Bei der Abstimmung hatte keiner der Genossen gegen die Verbindung etwas einzuwenden. Sie sagten Ja sowohl zu Rot-Grün in der Samtgemeinde als auch in der Gemeinde Heeßen.
In seiner Kurzvorstellung ließ Hoffmann (50) erkennen, dass er der passende Grüne für die Roten ist, denn: „In der Jugend war ich ein fast fanatischer SPD-Anhänger, begeisterte mich für Willy Brandt und Helmut Schmidt.“ Allein wenn es darum gehe, „die Welt zu retten“ – und darum gehe es – hätten die Grünen den besseren Ansatz.
Streng genomen ist es eine Ehe auf Zeit: Sie gilt zunächst bis 2016 und damit für die komplette Ratsperiode von fünf Jahren. Was die Partner in dem dreiseitigen Kontrakt verabredet und mit ihren Unterschriften besiegelt haben, ist etwas heutzutage sehr Seltenes: eheliche Treue. In den „Grundsätzen der Zusammenarbeit“ liest sich das so: „Die Zusammenarbeit basiert auf einem vertrauensvollen und verlässlichen Miteinander.“
„Ich bin fest überzeugt, dass wir sauber zusammenarbeiten werden“, sagt SPD-Fraktionschef Jürgen Schmökel. Kollege Robert Martin, der bei der Gruppenvereinbarung maßgeblich die Feder führte: „Wenn alles gut läuft, legen wir das Schriftstück in die Schublade – und brauchen sie fortan nie wieder zu öffnen.“

Gruppe

Eilsen. Schon in der Kommunalwahlnacht des 11. September gab’s die ersten zarten Berührungen, gefolgt von Wochen des Flirtens. Jetzt ist eine Ehe draus geworden – und die rüttelt am Kräfteverhältnis im Rat der Samtgemeinde. „Dort“, sagt Kai Alack, „wird die SPD ab jetzt gemeinsam mit Heinz-Hardy Hoffmann (Grüne) die größte Gruppe stellen“. Der Chef des SPD-Ortsvereins Eilsen: „Das heißt nicht zwangsläufig, dass wir bei den Ratsentscheidungen in Zukunft immer die Mehrheit haben; durch die Gruppenbildung haben wir sie aber in den Ausschüssen.“
Für Mittwochabend hatte Alack das „Aufgebot“ in Form einer Mitgliederversammlung in das Ahnser Mehrzweckhaus bestellt. Bei der Abstimmung hatte keiner der Genossen gegen die Verbindung etwas einzuwenden. Sie sagten Ja sowohl zu Rot-Grün in der Samtgemeinde als auch in der Gemeinde Heeßen.
In seiner Kurzvorstellung ließ Hoffmann (50) erkennen, dass er der passende Grüne für die Roten ist, denn: „In der Jugend war ich ein fast fanatischer SPD-Anhänger, begeisterte mich für Willy Brandt und Helmut Schmidt.“ Allein wenn es darum gehe, „die Welt zu retten“ – und darum gehe es – hätten die Grünen den besseren Ansatz.
Streng genomen ist es eine Ehe auf Zeit: Sie gilt zunächst bis 2016 und damit für die komplette Ratsperiode von fünf Jahren. Was die Partner in dem dreiseitigen Kontrakt verabredet und mit ihren Unterschriften besiegelt haben, ist etwas heutzutage sehr Seltenes: eheliche Treue. In den „Grundsätzen der Zusammenarbeit“ liest sich das so: „Die Zusammenarbeit basiert auf einem vertrauensvollen und verlässlichen Miteinander.“
„Ich bin fest überzeugt, dass wir sauber zusammenarbeiten werden“, sagt SPD-Fraktionschef Jürgen Schmökel. Kollege Robert Martin, der bei der Gruppenvereinbarung maßgeblich die Feder führte: „Wenn alles gut läuft, legen wir das Schriftstück in die Schublade – und brauchen sie fortan nie wieder zu öffnen.“
Was sich die Partner an Inhalten vorgenommen haben, steht grob umrissen in der Präambel zum Papier – und enthält unübersehbar grüne Akzente. Etwa wenn es heißt: „Für Ansiedlungen von Unternehmen mit großem Flächenverbrauch beziehungsweise Flächenversiegelung sollten unter dem Argument des Schutzes unserer Umwelt und Landschaft konstruktive Lösungsvorschläge erarbeitet werden.“ An anderer Stelle: Angesichts der Belastungen durch A 2, B 83 und Bundeswehrflüge „müssen weitere Projekte sehr gut durchdacht und mit viel Fingerspitzengefühl bewertet werden“.
Konkretes auch steht im Kontrakt: So wollen SPD und Grüne älteren Menschen den Alltag erleichtern – und setzen sich für das Schaffen eines Bürgerbüros ein. Außerdem ist das Betreiben von Hof- und Dorfläden aus Sicht der Gruppe wichtig, damit sich die Bürger mit direkt vor Ort produzierten Frischeprodukten versorgen können.

Mehr morgen in der LZ/SZ.

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