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Jahresausstellung der Kunstwerkstatt eröffnet

BAD MÜNDER. Für die mündersche Künstlerin Hannelore Steppuhn hat die Wahrheit viele Gesichter, Holger Pfaff ist fasziniert von Tornados, fernen Bergen und Drachenreitern, und Thea Meyer-Louis versucht, einem Blatt im Wind auf der Leinwand Halt und Dauer zu verleihen.

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Autor

Christoph Huppert Reporter

Unterschiedliche Künstler, unterschiedliche Techniken, unterschiedliche Perspektiven. „Blickwechsel“, so heißt dann auch die diesjährige Ausstellung der Kunstwerkstatt Bad Münder. Von den derzeit 24 Mitgliedern der in der Grundschule ansässigen Einrichtung haben elf den Mut gefunden, ihre Werke im Foyer des Martin-Schmidt-Konzertsaals zu zeigen.

Erstmals dabei ist auch das Neumitglied Sabine Kuhlmann aus Egestorf. „Fotografie ist in der Kunstwerkstatt eine Premiere, erklärt Kuhlmann, die seit ihrer Kindheit fotografiert. „Natur, meine Kinder, Architektur, einfach alles“, erklärt sie. Ihre großformatigen Fotos heißen „horizontal – vertikal“, „Stars and Stripes“ und „Schöpfung und Geschöpf“.

„Für unsere Mitglieder hat die Ausstellung, die wir seit 2011 machen, einen großen Stellenwert“, sagt Silke Behnke, die nach dem Ausscheiden von Cornelia León-Villagra die Einrichtung seit einem Jahr alleine leitet. „Ein Jahr lang haben die Kunstschaffenden zielorientiert auf diesen Tag hingearbeitet.“

Thomas Slappa von der Getour ergänzt: „Das ist die vierte Ausstellung, die wir in Kooperation mit der Kunstwerkstatt machen, traditionell unsere Jahresendausstellung. Dazu passt natürlich das Motto Blickwechsel ganz besonders gut.“

Neben Bildern in Acryltechnik auf Leinwand, den Kuhlmannschen Fotografien oder Werken in Mischtechnik wie Tanja Imhoffs „Rückblick“ sind auch Aquarelle und Zeichnungen von Rosemarie Rabe zu sehen.

Am Eingang zur Ausstellung informieren auf einem Tischchen ein Plakat und einige Prospekte über den „Blickwechsel auf der Söltjermeile“. „Wir hatten dort zum spontanen Malen eingeladen, wobei die Leinwand zwischendurch einfach um 90 Grad gedreht wurde“, sagt Behnke. „Ziel war es, sich dabei losgelöst von vorgegebenen Kompositionen auf eine künstlerische Reise einzulassen, bei der sich jeder einmischen konnte.“

Auch Hannelore Steppuhn löst sich allmählich von vorgegebenen und figürlichen Formen. Das Gesicht in ihrem Bild zum Thema „Viele Wahrheiten“ scheint sich aufzulösen. „Ich werde immer abstrakter“, stellt die Malerin fest. „Warum? Dafür habe ich keine Erklärung. Es macht einfach Spaß.“

Die Ausstellung „Blickwechsel“ kann zu den üblichen Öffnungszeiten montags bis freitags 9 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 12 Uhr besichtigt werden. Die Ausstellung läuft noch bis zum 14. Januar.

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