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Wie Rintelner Fußballfans beim "Public Viewing" mitfiebern - und nach dem Italien-Sieg mitleiden

Jähes Entsetzen: Aus, aus, das Spiel ist aus!

Rinteln (crs). Totenstille im Vereinsheim des SC Rinteln am Steinanger. Wo Sekunden zuvor noch dutzende Fußballfans lautstark mitgefiebert hatten, herrscht fassungsloses Entsetzen. Aus, aus, das Spiel ist aus: Der bittere Doppelschlag der Italiener in den allerletzten Minuten der Verlängerung macht alle Träume vom Titel abrupt zunichte.

Szenen eines durchlittenen Halbfinales: Bange Gesichter im Bierg

"Im Elfmeterschießen packen wir die Italiener", hatte Uli Seidel im voll besetzten SC-Heim wenige Augenblicke zuvor noch zuversichtlich prophezeit. "Und dann gehen wir Pizza essen..." Nach dem vernichtenden Schlusspfiff aber geht er nirgendwo hin - gelähmt vor Entsetzen bleibt er sitzen. Seinen Tischnachbarn VeitRauch hingegen hält es nicht mehr auf dem Stuhl. Auf und ab marschiert er, schüttelt immer wieder den Kopf: "Das kann doch einfach nicht wahr sein..." Wie am Steinanger haben auch die Fans bei den anderen "Public Viewing Spots" in Rinteln gelitten. Ob im Biergarten am Weseranger (hier hatte Wirt Matthias Möller extra zum Halbfinale noch zwei Großbildschirme zusätzlich aufgestellt), in der Scheune neben der Schule in Exten oder im Hofgarten am Kloster Möllenbeck: Das jähe Aus war ein schmerzlicher Schock. Nicht alle Rintelner reagierten fair auf diese Enttäuschung: Vor der Pizzeria Corallo wurden in der Nacht Blumen aus den Kübeln gerissen. Eine grobe Unsportlichkeit.

...an der Scheune in Exten...
  • ...an der Scheune in Exten...
...und vergebliche Torhoffnung im Vereinsheim des SC Rinteln.
  • ...und vergebliche Torhoffnung im Vereinsheim des SC Rinteln.
Schlusspfiff: Auf der Leinwand jubelt Italien, davor leidet Möll
  • Schlusspfiff: Auf der Leinwand jubelt Italien, davor leidet Möllenbeck.
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