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Frohlockenüber das Geschenk des Himmels: Weihnachtsmusical in der Vehlener Kirche

Ist ein großes Haus ein Weihnachtswunsch?

Vehlen (sig). Laute Kommandos hallten durch die voll besetzte Kirche. Stampfenden Schrittes kam eine Truppe junger Soldaten mit Lanzen heran. Sie besetzten den Raum vor dem verhüllten Altar, und der Anführer kündigte an, dass sich "ein jeglicher in seine Stadt begeben müsse, um gezählet zu werden." Das Gebot des Kaisers Augustus steht auch nach über 2000 Jahren am Anfang der Weihnachtsgeschichte, die an diesem Heiligen Abend wieder in vielen heimischen Kirchen gespielt wurde.

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Die Einstimmung darauf war nicht ganz so kriegerisch, denn dasübernahm ein großer Chor von niedlichen weißen Engeln. Begleitet wurde er von Gitarrenklängen. Selbst Pastor Günter Fischer, der die Einstudierung des Weihnachtsmusicals geleitet hatte, griff zum Instrument und beteiligte sich am Lobgesang über "das Geschenk des Himmels". Dem geheimnisvollen Mysterium der Christnacht, in der "der Himmel die Erde berührte", können sich die gläubigen Christen kaum entziehen. Und selbst die sonst am Heiligen Abend ausgesprochen unruhig wirkenden Kinder halten für einige Zeit inne, wenn sich vor ihren Augen das von der Bibel überlieferte Geschehen der Heiligen Nacht abspielt. Das war auch in Vehlen so, wo die Kleinsten des Dorfes in unmittelbarer Nähe des Altarraumes Platz genommen hatten, damit ihnen nichts entging. Vor dem Krippenspiel hatte der Seelsorger einige von ihnen befragt, was sie auf dem Gabentisch finden möchten. Da waren auch einige absonderliche Wünsche zu hören, wie zum Beispiel ein großes Haus oder ein Teleskop, das manan einen Fernseher anschließen kann. Ihnen allen sollte das anschließende Weihnachtsspiel jedoch deutlich machen, dass es in der besagten Nacht vor 2008 Jahren um ein ganz anderes Geschenk ging, das der Menschheit gemacht worden war: die Geburt des Gottessohnes und Friedensstifters. Dass Frieden in die Herzen aller Menschen einkehren möge, wie die Engelschar hoffte, bleibt leider noch immer ein unerfüllter Wunsch. Aber dazu kann schließlich jeder selbst viel beitragen.

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