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Kreishandwerkerschaft spricht 61 Gesellen frei / FDP-Landesvorsitzender Rösler: Gesellenbrief ein Qualitätssiegel

"Interessieren Sie sich für alternative Energien!"

Bückeburg (bus). Thomas Krömer hat während der Freisprechungsfeier der Schaumburger Kreishandwerkerschaft seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass die frischgebackenen Gesellen vom allenthalben zu bemerkenden konjunkturellen Aufschwung profitieren mögen. 2006 sei zum ersten Mal seit langer Zeit ein Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften registriert worden. "Ich hoffe, Sie merken etwas davon, indem sie von Ihren Ausbildungsbetrieben übernommen werden", sagte der Kreishandwerksmeister im großen Saal des Bückeburger Rathauses.

Kreislehrlingswart Walter Hardekopf (l.)übergibt im Bückeburger

Die Kreishandwerkerschaft hatte die Feier für insgesamt 61 "Jung"-Gesellen, deren Verwandte und Freunde sowie zahlreiche Vertreter des Handwerks und des Öffentlichen Lebens ausgerichtet. Als Gastredner war der FDP-Landesvorsitzende Dr. Philipp Rösler gewonnen worden. Krömer prophezeite dem Handwerk im Allgemeinen und dem Nachwuchs im Besonderen eine positive Zukunft. "Wir werden qualifizierte Fachkräfte benötigen", unterstrich der Schaumburger Chefhandwerker und führte als Ursachen den demografischen Wandel, die Nachfrage nach individuellen Lösungen und die sich stark verändernde Umwelt an. Das Handwerk werde sich wesentlich umfangreicher als bisher mit alternativen Energien befassen müssen, kündigte Krömer an. "Interessieren sie sich für diese Materie, es wird sich für sie auszahlen!" Rösler lobte Engagement, Fleiß und Beharrlichkeit der Ex-Lehrlinge. Mit der Absolvierung der Prüfung hätten sie unter Beweis gestellt, selbstständig arbeiten zu können. Der Begriff "Gesellenstück" sei nach wie vor positiv besetzt. "Immer wenn etwas besonders gut gelungen ist, sprechen die Leute von einem derartigen Stück." Der "Gesellenbrief", hob der Liberale hervor, stelle ein Qualitätssiegel dar, das "europa- und vielleicht weltweit seinesgleichen sucht". Rösler gab den jungen Leuten ebenfalls eine ermutigende Botschaft mit auf den weiteren Berufs- und Lebensweg: "Mit der Qualität ihrer Hände Arbeit werden sie immer, überall und gegenüber jedermann konkurrieren können." Kreislehrlingswart Walter Hardekopf bilanzierte das Ergebnis der Winter-Gesellenprüfung als durchaus erfreulich. Alle Prüflinge seien hochkonzentriert gewesen und einige nur knapp an einer "Eins" vorbeigerutscht. Fritz Pape, der die Geschäfte der Kreishandwerkerschaft führt, machte als Ursache der relativ hohen Durchfallquote - zehn der ursprünglich 71 Kandidaten verpasstendas Klassenziel - die Neuordnung des Prüfungswesens in einigen Berufsfeldern aus. Als Konsequenz der Gesamtnotensituation gab es während der Freisprechungsfeier keinerlei Auszeichnungen für besonders hervorragende Leistungen.

Philipp Rösler: "Gesellenstück postiv besetzt". Foto: bus
  • Philipp Rösler: "Gesellenstück postiv besetzt". Foto: bus
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