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Adaptronic und Hautau auf den nächsten Plätzen / Neun Bewerber

Innovationspreis an CMR Coatings

Stadthagen (dil). Der Innovationspreis Schaumburg 2008 geht an die kleine Rintelner Firma CMR Coatings. Deren Entwicklung eines Wasserlacks zur Veredelung von Kunststoffen und Kunststofffolien setzte sich gegen acht Mitbewerber durch und erhielt 3000 Euro Peisgeld. 2000 Euro für den 2. Platz gehen an die Firma Adaptronic in Wiedensahl für einen neuen Handadapter zum Prüfen elektrischer Schnittstellen. Über 1000 Euro und den 3. Platz freut sich die Firma Hautau aus Kirchhorsten, die sich mit einem neuen elektrischen Hebe-Schiebe-Beschlag beworben hatte.

Siegerehrung beim Innovationspreis Schaumburg: Der 1. Preis geht

Neun Bewerbungen waren eingegangen, so Jury-Vorsitzender Hermann Stoevesandt gestern im Gastro-Zelt der Regionalschau. Das seien weniger als beim Rekord vor zwei Jahren, aber die Wahl sei der Jury trotzdem schwergefallen. Und die Entscheidung sei knapp gewesen. Bewertet wurde anhand der eingereichten Unterlagen, dieüber eine Neuentwicklung informieren mussten. Ökologische Vorteile brachten Punkte, ebenso die wirtschaftlich gute Verwendbarkeit. Stoevesandt: "Es geht hier nicht um Erfindungen an sich." Mathias Sielaff von CMR-Coatings nahm sichtlichüberrascht den 1. Preis samt Urkunde entgegen. Ulrich Möller von Adaptronic und Petra Hautau von der Firma Hautau sind dagegen ständig im Geschäft mit Innovationen, die sich am Markt bewähren. Stoevesandt bedankte sich bei den Jury-Mitgliedern Brigitte Boedeker und Jens Gue mit Blumen und lobte das Jury-Mitglied Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier für dessen gute Zuarbeit. Kreishandwerksmeister Thomas Krömer sprach den Gewinnern seine Glückwünsche aus und wies auf den Sinn von Innovationen hin: "Die Betriebe, die komplexe und innovative Leistungen erbringen, werden in der Regel einen Aufschwung nehmen oder sind zumindest in Krisenzeiten weniger betroffen." Philipp Rösler, Vorsitzender des FDP-Landesverbandes Niedersachsen und der FDP-Fraktion im Landtag, gratulierte ebenfalls und lobte den Landkreis dafür, so einen Wettbewerb auszurichten. Bei der Bildungspolitik müsse man aus möglichst wenig Geld viel Wissen machen. Bei der Innovationspolitik sei das Ziel, aus diesem Wissen möglichst viel Geld zu machen, erklärte Rösler. Das Land Niedersachsen stocke deshalb seinen Innovationsfonds auf 100 Millionen Euro auf. Der Landkreis Schaumburg sei durch die Zusammenarbeit mit dem Produktionstechnischen Zentrum (PTZ) der Universität Hannover bereits auf dem richtigen Weg. "Junge Menschen wollen immer mehr innovative Produkte haben, aber keine Berufe lernen, in denen diese hergestellt werden", sagte Rösler. "Ich bin dankbar, dass der Landkreis auf diesem Gebiet Überzeugungsarbeit leistet."

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