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"Inge" hat einen Körper aus Zelluloid

Stadthagen (sk). Im Museum Amtspforte haben 20 Gäste Erläuterung zu historischem Spielzeug gehört, das die Wunstorferin Gudrun Scholtz-Knobloch zurzeit im Museum ausstellt. Anschließend begutachtete die Expertin von Besucherinnen mitgebrachte Puppen.

Gudrun Scholtz-Knobloch (M.) begutachtet eine Puppe von Besucher

Museumsleiterin Susanne Slanina hatte dazu eingeladen, historisches oder historisch anmutendes Spielzeug zur Alters- und eventuell zur Wert- oder Herkunftsbestimmung im Museum vorzulegen. Auf ein Herstellungsdatum in den 50-er Jahren datierte Scholtz-Knobloch eine rund 20 Zentimeter große federleichte Puppe, die Besucherin Margarete Meier aus Stadthagen präsentierte. Das Puppenmädchen sei aus Zelluloid gefertigt, erklärte Scholtz-Knobloch. Das Material, das Aussehen und der Stempel im Nacken der Puppe, der diese als Fabrikat des Herstellers "Schildkröt" ausweist, veranlassten Scholtz-Knobloch zur relativ sicheren Altersangabe. Die Puppen expertin wusste sogar den Modellnamen zu benennen. Margarete Meier besitzt mit der kleinen Zelluloid-Puppe eine "Inge". Wesentlichältere Puppen sind in einer Vitrine des Museums zu sehen. 1910 stellte Käthe Kruse erstmals erwerbsmäßig eine Puppe her. Produkte der berühmten Puppenmacherin (1883-1968) sowie historische Gesellschaftsspiele, geschnitztes Spielzeug aus dem Erzgebirge und weiteres historisches Spielzeug zeigt das Museum Amtspforte unter dem Titel "Allerhand aus Kinderland" noch bis zum 24. Februar. Für Sonntag, 10. Februar, von 15.30 Uhr bis 17 Uhr, lädt das Atelier "Farbton" Kinder zu einer kostenlosen Malaktion in das Museum ein.

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