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In diesem Viertel von Hameln sind die Älteren in der Überzahl

Genau 5434 Haushalte gibt es in dem von der Verwaltung festgelegten Stadtteil Hameln-Mitte; darauf verteilen sich insgesamt 10 778 Einwohner, und zwar auf einer Fläche von 2,2 Quadratkilometern, wobei sich der Anteil der Ein- bis Zweifamilienhäuser und der der Mehrfamilienhäuser mit 36 beziehungsweise 35 Prozent in etwa die Waage hält. Der Ausländeranteil beträgt 13,3 Prozent und damit 5,5 Prozent weniger als in der Altstadt, die auf diesem Gebiet Spitzenreiter ist.

Das Viertel wird dominiert von den älteren Mitbürgern: Rund ein Viertel, nämlich 25,8 Prozent, sind bereits über 65 Jahre alt, nicht zuletzt vielleicht auch geschuldet den zwei Seniorenheimen. Damit steht der Bereich an zweiter Stelle der Statistik hinter Hameln-Nord „Scharnhorst-Residenz“ und „Curanum“. Dass inzwischen aber auch junge Menschen hierhergezogen sind, zeigt die Zahl der unter 25-Jährigen. Sie liegt bei immerhin 22,8 Prozent. Relativ stark ist die Kaufkraft: Der Index von 112,4 weist Hameln-Mitte ebenfalls gleich hinter der Altstadt an zweiter Stelle aus.

Bei den Bundestagswahlen 2002 kam die SPD hier noch auf 47 Prozent, gefolgt von der CDU mit 30,6, den Grünen mit 10,6, der FDP mit 7 und der Linken mit 1,1 Prozent. 3,8 Prozent der Wahlberechtigten stimmten für „Sonstige“.

Das Marktforschungsinstitut Sinus Sociovision aus Heidelberg hat übrigens auch für Hameln eine sogenannte Sinus-Milieustudie erstellt, die die Menschen je nach Lebensstil und sozialer Schichtung unterteilt beziehungsweise zusammenfasst. Diese Studien sind für strategische Marktentscheidungen interessant, weil sie sowohl die soziale Lage wie auch die grundlegenden Mentalitäten von Konsumenten reflektieren.

Hameln-Mitte wird nach dieser Studie von zwei Milieus dominiert; den Mainstream-Milieus und den Hedonistischen Milieus. Bei den Mainstream-Milieus machen Konsum-Materialisten, bei den Hedonistischen Milieus die Experimentalisten die Mehrheit aus. Erstere gehören zu einer stark materialistisch geprägten Unterschicht, halten Anschluss an die Konsum-Standards der breiten Masse als Kompensationsversuch sozialer Benachteiligungen.

Bei der zweiten Gruppe handelt es sich laut Studie um die extrem individualistisch geprägte neue Bohème mit einer ungehinderten Spontaneität, einem Leben in Widersprüchen und einem selbstverständnis als Lifestyle-Avantgarde.CK

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