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Ausstellung an der Berliner Allee 17 noch bis zum 16. April zu sehen / Die zweite „textour“ zeigt nicht nur Trag-, sondern auch Untragbares

In der Handwerksform werden keine Körperhüllen fallen gelassen

Hannover. Im Jahre 2008 zeigte die Handwerksform Hannover bei der ersten „textour“ in Hannover die Ausstellung „Stoffe zum Träumen“. Damals wurden unverarbeitete, handwerklich gefertigte Stoffe vorgestellt: Unikate und Kleinserien. Die Resonanz auf dieses Ausstellungsprojekt war ausgesprochen positiv, daher wird das Thema in diesem Jahr weitergesponnen.

Bei der zweiten „textour“, die im März 2011 in Hannover stattfindet, geht es in der Handwerksform Hannover dieses Mal um das Thema Bekleidung. Wie kann, wie muss oder sollte jene künstliche Hülle beschaffen sein, die dem Körper des Menschen Schutz vor Witterungseinflüssen bietet, zugleich aber auch seinen individuellen und modischen Bedürfnissen entspricht? Das ist die Leitfrage, unter der die Ausstellung steht. 21 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, der

Schweiz, Großbritannien, Dänemark und Finnland zeigen in der Ausstellung „Körperhüllen“ ihre Arbeiten. Modern, kreativ, ungewöhnlich, tragbar oder untragbar – die Palette der Bekleidungs-Stücke, die gezeigt werden, ist breit und vielfältig.

Zu den tragbaren Kleidungsstücken gehören sicherlich die Exponate, die die Textilgestalterin Simona Baumgarten aus Baden (Schweiz) zur Ausstellung besteuert. Sie sammelt seit mehreren Jahren Handtücher mit eingewebtem Schriftzug. Auf einem Flohmarkt in Berlin wurde sie 2004 erstmals fündig. Die sommerliche Hitze war schuld, dass sie es den Frauen in Westafrika nachmachte und sich das Tuch zu einem Rock umlegte. Der erste „Handtuchjupe“ war geboren und der Grundstein für die Serie gelegt. Bis heute ist Simona Baumgarten den Handtüchern treu geblieben. Viele verschiedene Röcke sind inzwischen entstanden. Durchweg Unikate aus Baumwolle oder Leinen in einfachster Verarbeitung. Denn das Prinzip vom Bändelverschluss mit Gummidurchzug ist bei jedem Rock identisch. Auf diese Weise entsteht ein ebenso simples wie witziges Kleidungsstück, das alle Blicke auf sich zieht.

Die Frühjahrausstellung „Körperhüllen“ in der Handwerksform Hannover, Berliner Allee 17, zeigt spannende Bekleidungs-Stücke noch bis Samstag, 16. April, Öffnungszeiten dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 14 Uhr

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