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Zwei Jahre und neun Monate für Vergewaltiger

In Bückeburg ein härteres Urteil

Rinteln/Bückeburg (maf). Am siebten Verhandlungstag ist im Sexualstrafverfahren gegen einen 22-jährigen Rintelner das Urteil verkündet worden: Das Landgericht Bückeburg verhängte jetzt eine Jugendstrafe von 33 Monaten gegen den früheren Angestellten, der im Dezember 2005 eine damals 15-jährige Schülerin nach Urteil des Gerichtes zum Oralsex genötigt hatte. Die Jugendkammer unter Vorsitz von Richterin Dr. Birgit Brüninghaus erkannte auf Vergewaltigung in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch einer Jugendlichen.

In diesem Berufungsverfahren erhöhte die Kammer zugleich das in erster Instanz ausgesprochene Strafmaß um drei Monate. Außerdem bleibt es bei dem vom Rintelner Amtsgericht ausgeurteilten Schmerzensgeld. Danach muss der 22-Jährige, der seit knapp acht Monaten in Untersuchungshaft sitzt, 6000 Euro an das bis heute traumatisierte Opfer zahlen. "Leicht war die Wahrheitsfindung nicht", stellte die Vorsitzende Richterin fest. Letztlich glaubte das Gericht der Aussage der Schülerin. Nach Auffassung des Gerichtes hatte der Angeklagte das ihm bekannte Mädchen an jenem Dezemberabend per Handy angerufen und sich mit der 15-Jährigen verabredet. Sie stieg zu ihm ins Auto und nahm an, dass die Fahrt zu einem Rintelner Lokal führen würde. Unterwegs bog der Mann in der Dunkelheit auf einen Feldweg ab und betätigte den Verriegelungsknopf des Fahrzeugs. Die Schülerin fügte sich, weil sie fürchtete, sonst nicht mehr nach Hause zu kommen. Drei Wochen nach der Tat suchte das Mädchen Hilfe in einer psychiatrischen Ambulanz. Kürzlich hat sie sich in stationäre Behandlung begeben und eine zweimonatige Therapie absolviert.

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