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Schüler der IGS auf Praktikum in den Schaumburger Betrieben

Im Staatsarchiv gibt es jede Menge Material für die Facharbeit

Bückeburg (jaw). "Uns macht es Spaß", war die einstimmige Antwort der vier Praktikanten im Niedersächsischen Staatsarchiv auf die Frage, wie ihnen die Arbeit gefiele. Sie sind Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs der Oberstufe der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Stadthagen und machten jetzt ein zweiwöchiges Praktikum. Dieses fand im Rahmen des Seminarfachs statt. Das ist ein neues Schulfach, das seit diesem Schuljahr im 12. und 13. Jahrgang unterrichtet werden muss. Dabei soll die Fähigkeit zu studieren und wissenschaftlich zu arbeiten geschult werden. Ziel ist es in der zwölften Klasse eine wissenschaftliche Arbeit, die Facharbeit, zu schreiben. Die Oberstufe der IGS hat sich entschieden diese Facharbeit mit einem Praktikum zu verknüpfen.

Absolvierten ihr Praktikum im Staatsarchiv bei Dr. Stefan Brüder

Vor Weihnachten musste sich jeder Schüler einen geeigneten Praktikumsplatz suchen. Er sollte sich möglichst in Schaumburg befinden. Doch einige zog es sogar bis nach Berlin und nach Österreich. In Bückeburg gab es insgesamt sieben Praktikanten. Vier waren im Niedersächsischen Staatsarchiv, zwei im Amtsgericht und eine in der Redaktion der Landes-Zeitung. Im Staatsarchiv gab es für die Praktikanten viel zu tun. Sie lernten, wie die Akten und Bücher archiviert werden. Dazu mussten die Praktikanten sie mit Signaturschildern bekleben. Außerdem mussten sie alte Akten in säurefreie Mappen legen, um diese zu konservieren. Auch das Restaurieren von alten Schriften konnten sich die Praktikanten drei Tage in der Außenstelle des Archivs anschauen. Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnten später in so einem Beruf zu arbeiten, antwortete Anna Thiele, sie würde gerne eine Ausbildung im Staatsarchiv in Hannover machen. Die anderen drei hatten noch keine genauen Pläne. Dr. Stefan Brüdermann, der die Praktikanten betreute, erklärte, dass das Staatsarchiv regelmäßig Praktikanten nehme. In der Regel seien es Schüler und Studenten, die zwei bis sechs Wochen blieben. Studenten würden jedoch bevorzugt, weil sie meist länger Zeit hätten, sodass sie besser eingearbeitet werden und mehr mitarbeiten könnten. Für die Facharbeit finden die Praktikanten im Staatsarchiv natürlich jede Menge Material. Frederik Giesker sagte: "Im Staatsarchiv gibt es viele alte Bücher, die man heute gar nicht mehr kaufen kann. Es ist gut, dass wir die Möglichkeit haben, sie benutzen zu dürfen." Im Amtsgericht gab es für die zwei Praktikanten nicht ganz so viel zu tun. Die meiste Zeit durften sie sich Gerichtsverfahren anschauen. Aber auch das hilft bei der Facharbeit. Ilka Klimkat schreibt diese über die juristische Fachsprache. Die Gerichtsverhandlungen gaben ihr viele Beispiele. Außerdem hatte sie die Möglichkeit sich die juristischen Begriffe erklären zu lassen. Die Landes-Zeitung gab einen Einblick in das Aufgabenfeld eines Lokaljournalisten. Auch dieser Bericht stammtübrigens aus der Feder einer Praktikantin. Doch vor diesem längeren Bericht standen für mich, Janina Wilharm, dutzende von Kurzmeldungen. Dazu gehörten zum Beispiel Veranstaltungshinweise. Einige dieser Termine mussten dann besucht werden, um darüber zu schreiben. Auch bei Interviews konnte zugehört werden, so zum Beispiel bei einem Gespräch mit dem Chef des Bundeskriminalamtes Jörg Ziercke. Betreut wurden die Praktikanten von ihren Tutoren aus der Schule. Sie besuchten die Schüler an ihren Praktikumsplätzen. Nur die Praktikanten, die weiter weg arbeiteten, wurden nicht persönlich besucht. Das Praktikum sollte auch Einblicke in das Berufsleben bieten. Für viele war dieses Praktikum bereits das zweite oder dritte. Bis zum 9. Mai haben die Schüler nun Zeit, ihre Facharbeit zu schreiben.

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