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Verwaltung arbeitet an Nachnutzungskonzept für ehemaliges Grundschulgebäude an der Kellerstraße

Im Schlafmodus

Bad Münder. Es ist still geworden an der Kellerstraße. Während in den letzten Ferientagen noch hektische Betriebsamkeit herrschte, um den Umzug pünktlich zum ersten Schultag am Donnerstag vergangener Woche abzuschließen, sind jetzt alle Türen des Gebäudekomplexes verschlossen. Wie es dort weitergeht, ist indes noch ungewiss.

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Autor:

MIra Colic

„Wir stehen in Gesprächen“, ist die einzige Äußerung, zu der Bürgermeister Büttner bei diesem Thema bereit ist. Es handele sich derzeit um Interna, die nicht an die Öffentlichkeit gehörten. Allerdings könne er zum momentanen Zeitpunkt ausschließen, dass aus der Schule eine Flüchtlingsunterkunft wird. Es sei zwar möglich, wie Büttner zugibt, schließlich würden in anderen Städten auch Schulen für Asylbewerber genutzt, und in Sachen Brandschutz wurden Anfang des Jahres noch einige Arbeiten abgeschlossen. Aber: „Wir verfolgen mit dem Gebäude andere Ziele“, sagt Büttner und meint damit einen gewinnbringenden Verkauf, der der Stadt wieder Geld in die Kasse spült.

Vonseiten der Fraktionsvorsitzenden waren bereits mögliche Nachnutzungsideen geäußert worden. Dabei waren sowohl eine Zusammenlegung der Verwaltungsstandorte Steinhof und Marktstraße sowie seniorengerechtes Wohnen in den Mittelpunkt gerückt. ProBürger hat sogar einen Antrag eingereicht, um ein Nachnutzungskonzept voranzutreiben.

Bis es jedoch so weit ist, befindet sich die Schule im „Schlafmodus“, wie Fachdienstleiter Dirk Hitzemann sagt. Zurzeit ist die Heizung auf ein Minimum heruntergefahren. Komplett abschalten lässt sie sich nicht, weil auch die Turnhalle an das System gekoppelt ist – eine der Schwierigkeiten bei der Vermarktung, da die Stadt die Sporthalle unbedingt halten will. Und zwar nicht nur bis der Hallenneubau am Laurentiusweg steht.

Die Räume sind komplett leer geräumt worden und die gemietete Fluchttreppe, die im Januar mit Gerüstbau-Elementen aufgebaut worden war, ist bereits in den Sommerferien abmontiert worden, um die Kosten von 11 000 Euro nicht weiter in die Höhe zu treiben.

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