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Stadt gedenkt der Widerstandskämpfer

Ihre Zivilcourage heute bewahren

Bückeburg (rc). Mit einer Kranzniederlegung vor der Gedenktafel an der Hof-Apotheke hat die Stadt am 62. Jahrestag des Attentats auf Hitler des Widerstandskämpfers Kurt Freiherr von Plettenberg und aller Frauen und Männer des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus gedacht. Der ehemalige Chef der Hofkammer und spätere Generalbevollmächtigte des preußischen Königshauses gehörte mit zum Kreis um Claus Schenk Graf von Stauffenberg und war von Anfang an in die Umsturzpläne eingeweiht. Um unter Folter die Namen der Gleichgesinnten nicht zu verraten, stürzte sich Plettenberg am 10. März 1945 aus einem Fenster des Reichssicherheitshauptamtes in den Tod. Er wurde am 31. Januar 1891 in der Hof-Apotheke geboren.

Zum Gedenken an Kurt Freiherrn von Plettenberg und alle Widersta

Bürgermeister Reiner Brombach und sein Stellvertreter Jürgen Harmening legten den Kranz nieder. Vor Vertretern der Politik und Kirche sowie der Geschichtswerkstatt der Herderschule und "amnesty internationals" sagte der Bürgermeister, dass sich die Widerstandskämpfer unter Hintanstellung ihres eigenen Lebens der Ungerechtigkeit entgegengestellt hätten. Das Attentat habe keinen Erfolg gehabt, die Widerstandkämpfer hätten aber Zivilcourage gezeigt, die wir heute suchen und bewahren müssten. Noch heute gebe es überall auf der Welt Geschehnisse wie Morde und Verfolgungen, werde gegen die Menschenrechte verstoßen: "Wir müssen mahnend die Finger heben, dass sich so etwas nirgendwo wiederholen darf." Auch in Bückeburg seien Menschen ob ihrer Herkunft oder Glaubens verfolgt worden, wie die Geschichtswerkstatt mit ihrer Arbeit deutlich mache, so der Bürgermeister. "Ihr Gedenken muss ein lebendiges sein." Rechtsradikalem Gedankengut wie es auch Bückeburg lebe, müsse entgegengetreten werden. "Wir müssen deutlich machen, hier ist kein Platz dafür."

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