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"Das Geschenk des Himmels": 40 Aktive absolvieren "Trainingslager" fürs Weihnachtsmusical

"Ihr seid spitze, da kann nichts schief gehen!"

Bad Eilsen (möh). Es sieht leicht und spielerisch aus, bedeutet aber hohe Konzentration und Disziplin. Die Rede ist von den Proben für das Weihnachtsmusical "Das Geschenk des Himmels", das am Heiligen Abend in der Christuskirche und im Luhdener Gemeindezentrum gleichzeitig aufgeführt wird. Die 40 Aktiven in Bad Eilsen absolvierten jetzt ein "Trainingslager" im evangelischen Gemeindehaus. Nach der Arbeit zog Ingmar Everding vor den Jungen und Mädchen eine Bilanz, die sich sehen lassen konnte. Er erklärte einfach: "Ihr seid spitze. Aus heutiger Sicht kann am 24. Dezember eigentlich nichts mehr schief gehen."

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Schon traditionell wird in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Eilsen/Luhden zu Weihnachten ein Jugendmusical aufgeführt. In der Regel überlegen die Aktivposten Ingmar Everding und Pastor Lutz Gräber in den Herbstferien, welches Thema das Musical haben soll. Am ersten Wochenende im November starten in der Regel die Proben. Über die Anzahl der Darsteller dürfen Everding und Gräber sich nicht beklagen. Kinder und Jugendliche, die einmal mit an Bord waren, bringen im nächsten Jahr ihre Freunde und Bekannten mit. So sind in Bad Eilsen und in Luhden "Sänger und Schauspieler" auch aus Bückeburg und Rinteln mit von der Partie. Bevor allerdings die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen im Alter von fünf bis 22 Jahren mit der Probe beginnen, müssen erst einmal Ingemar Everding und Lutz Gräber aktiv werden. Sie suchen sich Musik aus, schreiben die Texte für die Lieder und arbeiten die Weihnachtsgeschichte auf die Sprache der heutigen Zeit um. Daher ist es kein Wunder, dass im Weihnachtsmusical 2008 auch Rap eingearbeitet wurde. Erinnert sich Ingmar Everding: "Die Liedertexte und die Umschreibung der konservativen Weihnachtsgeschichte ging uns in diesem Jahr besonders schnell von der Hand". Das Musical trägt den Namen "Das Geschenk des Himmels". Der Inhalt: Die Bürger müssen vor dem Weihnachtsfest fast unter Zwang viele Geschenke für ihre Lieben kaufen. Aber dann kapieren die Leute, dass sich das Geschenk nicht auf materielles bezieht, sondern dass das Geschenk am Heiligen Abend die Geburt Jesu bedauert, die ohne Stress erlebt werden kann. Stress gab es für Ingmar Everding und Lutz Gräber aber auch. Gleich zu Beginn der Proben, als die Rollen Maria und Josef, Engel, Hirten und Chor und so weiter verteilt werden sollten, meldete alle Kinder und Jugendliche ihre Ansprüche auf eine Sprechrolle an. Die Regisseure verstanden es, die Interessen unter einen Hut zu kriegen, sodass die Akteure alle am Ende zufrieden waren. Auf Wunsch der Kinder und Jugendlichen gab es in diesem Jahr erstmals ein gemeinsames Probenwochenende. Die Darsteller wurden im evangelischen Gemeindehaus verpflegt und schlugen auch dort ihr Nachtlager auf. Die Verantwortlichen waren erstaunt, wie diszipliniert geprobt, gegessen und geschlafen wurde. Everding: "Die Großen kümmerten sich rührend um die Kleinsten, egal, ob es sich um das Essen oder ums Anziehen handelte. Es war einfach eine tolle Gemeinschaft." Aber das Wochenende lohnte sich. Es wurde viel und hart gearbeitet. Die Lieder "sitzen" bereits, jetzt müssen nur noch einige Texte auswendig gelernt werden. Ingmar Everding: "Zwei Proben stehen noch auf der Tagesordnung, bis das Weihnachtsmusical am 24. Dezember um 16.30 Uhr in der Bad Eilser Christuskirche. Termin: Dieöffentliche Generalprobe findet als Vorpremiere in der Christuskirche statt. Eingeladen sind die Eltern der Darsteller sowie Bewohnerinnen und Bewohner der Altersheime. Auch Bürgerinnen und Bürger, die aus irgendeinem Grund am Heiligen Abend keine Zeit haben, dürfen zur Vorpremiere am Montag, 22. Dezember, in die Kirche kommen. Die Musicalaufführung beginnt um 15.30 Uhr.

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