weather-image
21°
"Wir für Schaumburg": Ortsgruppe Bückeburg stellt Ideen vor

IGS-Bückeburg, Haltestelle und das "Fifty-Fifty-Taxi"

Bückeburg (bus). Eine IGS (Integrierte Gesamtschule) für Bückeburg, das Gestalten der Bushaltestelle an der oberen Langen Straße und das "Fifty-Fifty-Taxi" sind die Themen der jüngsten Zusammenkunft der Ortsgruppe Bückeburg der Wählerinitiative "Wir für Schaumburg" gewesen. Sechs Mitstreiter waren der Einladung von Ortsgruppensprecherin Elke Herger gefolgt. Unter ihnen waren mit Kreissprecher Richard Wilmers und der Obernkirchenerin Ines Wies zwei schon länger in der Initiative aktive Lokalpolitiker. Ebenfalls dabei: die frühere Bürgermeisterin der ehemaligen Residenzstadt, Edeltraut Müller, die bei der Kommunalwahl im September an der "Wir"-Spitze antreten will.

Müller bezeichnete die Situation an der oberen Langen Straße als "sehr unbefriedigend", die Geschäftsleute seien mit den gegenwärtigen Lösungen "gelinde ausgedrückt unzufrieden". Zudem sei bedauerlich, dass beim Planen des Neubaus Kinder und Jugendliche nicht hinreichend befragt wurden. Die Ex-Bürgermeisterin sprach sich gegen das beidseitige Aufstellen von Bänken aus. Müller: "Wir plädieren für ein Schutzdach und punktuelle Sitzflächen." Herger, die in unmittelbarer Nähe der Haltestelle ein Geschäft betreibt, berichtete von "zum Teil dramatischen Situationen", die durchaus die Ordnungshüter auf den Plan rufen könnten. Sie verstehe nicht, dass "hier keine Polizisten mehr patrouillieren". Herger: "Die Polizei fährt einfach durch - mit mindestens 50 Sachen." Die Gesprächsrunde will sich dafür stark machen, den Bekanntheitsgrad des vom Landkreis initiierten Angebots Fifty-Fifty-Taxi (Info-Telefon 05721/703-359) zu erhöhen. Das Projekt, das sich an 16- bis 25-jährige Bürger wendet, funktioniert über von den Stadt- und Gemeindeverwaltungen kostenlos abgegebene Bons. Sicherheit und Bezahlbarkeit nennen die Initiatoren als Hauptaspekte der freitags, sonnabends und vor gesetzlichen Feiertagen angebotenen Aktion. In der Ortsgruppe wurde bemängelt, dass noch nicht alle Taxiunternehmer mit im Boot seien. In Bückeburg beteiligen sich nach Auskunft des Kreises die Anbieter Willie Abel, Andreas Büscher, Korth& Otten sowie Kriehn. Hinsichtlich einer IGS in Bückeburg gab Wilmers zu verstehen, dass "Wir" ein flächendeckendes Angebot eines ungegliederten Schulsystems bis mindestens zum Ende der Sekundarstufe I anstrebe. Darüber hinaus solle der pädagogische Einsatz vielfältiger Förder- und Forderprinzipien verwirklicht werden. Der Leiter der IGS Schaumburg: "Alle anderen Länder lassen ihre Schüler länger gemeinsam lernen und zusammen leben als wir." Das hierzulande bevorzugte selektive System funktioniere indes nicht mehr. "Wir müssen vorbereitet sein und Alternativen haben, falls sich die politischen Gewichte in Hannover verändern", sagte Wilmers. Niedersachsen sei "kein originäres CDU-Land".

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare