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Israelischer Journalist stellt sein Buch "Israel - ein Staat sucht sich selbst" in der "Alten Polizei" vor

Igal Avidan: "Die Situation ist nicht gut"

Stadthagen (jpw). Eine national und international viel beachtete klare Analyse zum 60. Jahrestag der Unabhängigkeit seines Heimatlandes Israel hat der israelische Journalist Igal Avidan jüngst vorgelegt. Avidan stellte sein Buch "Israel - ein Staat sucht sich selbst" in der "Alten Polizei" vor.

Igal Avidan. Foto: jpw

Als "passendes Geschenk zum 60. Geburtstag Israels" hat die internationale Presse das einfühlsame Porträt bezeichnet. Dem Autor wird bescheinigt, mit Augenmaß die aktuellen Probleme des Landes zu beschreiben, die die Politik nicht verdamme, allerdings auch keine "Israel-Euphorie" erzeugen wolle. "Gemeinsamen Bekannten" mit Friedrich Lenz, dem Kreisverbandsvorsitzenden der GEW Schaumburg ist es zu verdanken, dass Avidan sein Buch jetzt während einer Gewerkschafts-Veranstaltung in der "Alten Polizei" präsentierte. Avidan gab zunächst eine Einführung in die Vorgeschichte des Buches, berichtete darüber, den Wikipedia-Eintrag "Staat - Gruppe von Menschen" als ordnendes Grundgerüst seiner Arbeit verwendet zu haben. Der Struktur fügte Avidan als Belege viele, mit Atmosphäre erzählte Geschichten von Menschen und Schicksalen. Sie belegen die komplizierten Beziehungen zwischen der säkularen und der orthodox-jüdischen Bevölkerung. Vielschichtige Grenzerfahrungen dienen als Belege gegen den Zaun, der die Palästinenser abschottet und diskriminiert und unterstreichen das Plädoyer des Journalisten für die offizielleAnerkennung der 1949 festgelegten, israelischen Staatsgrenzen. Dies Plädoyer ist Teil seiner "Road Map", seines "So-könnte-es-gehen", dass der Staat Israel zum inneren und äußeren Frieden findet. "Die Situation ist nicht gut", beurteilte Avidan die gegenwärtige Lage. Er zeigte sich ein wenig verwundert darüber, dass angesichts der "Dauerfehde" rund um sein Heimatland in Deutschland trotzdem Interesse an dem Thema bestehe und keine "große Müdigkeit" eingetreten sei. Im Gegenteil: Avidans stringente Erzählweise und seine Geschichten, in denen viele unterschiedliche Menschen zu Wort kommen, stießen auf reges Interesse, im Publikum, das hörbar mit unterschiedlichen Israel-Erfahrungen ausgestattet war, sodass der Autor eine Vielzahl interessierter Fragen beantworte.

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