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Ausschuss berät über Zuschussvergabe

IG Windmühle kann auf Kredit ganz verzichten

Rodenberg (bab). Obwohl die Rodenberger künftig sparen wollen, unterstützen sie ihre Vereine. Der Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Heimatpflege lehnte aber auch Anträge ab.

Die Stadt will der Interessengemeinschaft (IG) zur Erhaltung der Rodenberger Windmühle den Fehlbetrag ersetzen, der bei der Renovierung nicht gedeckt war. Rund 3475 Euro fehlen der IG, um die Sanierung zu bezahlen. Wie Vorsitzender Heinrich Grabemann in seinem Antrag darlegte, müsse die IG sonst ein Darlehn aufnehmen. Bei der Sitzung des Fachausschusses informierte Ralf Sassmann (WGR) darüber, dass der Verwaltungsausschuss (VA) beschlossen hat, den Betrag in voller Höhe zu übernehmen. Volker Dahle (CDU) riet, solche Anträge dann von der Tagesordnung zu streichen, wenn der VA bereits entschieden hat. Auch der Schützenclub soll für die Restauration der Vereinsfahne einen Zuschuss von einem Drittel der Kosten, die zwischen 4500 und 4800 Euro liegen, bekommen. Der Ausschuss war sich nicht ganz einig, ob die Stadt dies bezuschussen sollte. Peter Friedrichkeit (SPD) meinte, die Stadt könne ja entscheiden, obsie den SC im kommenden Jahr fürs 90-jährige Jubiläum die Reparatur der Flagge mitfinanzieren wollen und zwar "unabhängig vom Zuschuss". Ausschussvorsitzende Catrin Döpke (SPD), Gerd Grädener (WGR) und Joachim Stürck (CDU) betonten die Bedeutung der Fahne als traditionelles Aushängeschild des Vereins und waren für den Zuschuss. Das Gremium empfahl zudem, dem Fischereiverein rund 100 Euro für die Anschaffung eines Messgerätes zu gewähren. Der Sauerstoffgehalt ist nach Meinung des Vereins zu überprüfen, da ein Fischsterben auf Sauerstoffmangel zurückgeführt wird. Außerdem soll der Tennissparte der SGR ein Drittel Zuschuss gewährt werden. Sie will sich für rund 270 Euro zwei Match Pointer anschaffen. Leer ausgegangen ist der Verein "Backhaus Aktiv", der Weichbodenmatten, eine Sprossenwand und eine Turnbank benötigt. Beisitzerin Tina Böhm legte ein gutes Wort ein, "weil der Verein viel mit Kindern macht". Solche Matten seien doch schon in Rodenberg vorhanden, meinte Stürck, nur eben nicht im "Backhaus". Jugendparlamentarierin Jana Bredemeier mischte sich ein. Die Hallen seien tagsüber von Schulen belegt. Man solle gucken, ob überhaupt Zeiten frei sind. Sebastian Klein (CDU) und Beisitzer Uwe Märtens befürchteten, bei einer Unterstützung der Backhaus-Wünsche könnte eine Wettbewerbsverzerrung entstehen. Die physiotherapeutischen Praxen müssten ihre Geräte auch auf eigene Kosten anschaffen. Die von der "Algesdorfer Runde" gewünschte Renovierung des Ehrenmals hielt der Ausschuss noch für aufschiebbar. Auch der Nenndorfer "Kultur-Integration Verein am Deister" stellte seinen Förderungsantrag vergeblich.

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