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Hytera Mobilfunk eröffnet neues Technologiezentrum

Bad Münder. Hochtechnologie für den internationalen Markt, entwickelt fernab der Metropolen in einem 2400-Seelen-Ort: In Eimbeckhausen wurde gestern das neue Technologiezentrum von Hytera Mobilfunk eingeweiht.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Mit einem Investitionsvolumen von rund 6 Millionen Euro und gefördert durch das Land Niedersachsen entstand in nur 14 Monaten der neue Arbeitsplatz von rund 100 Mitarbeitern.

Zur Einweihung begrüßten Geschäftsführer Matthias Klausing und Bernhard Klinger, Vizepräsident Geschäftsentwicklung, Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft im neuen Kasino des Unternehmens. Überraschungsgast und Teilnehmer mit der weitesten Anreise war Chen Qingzhou aus Shenzhen in China, Präsident des Hytera-Mutterkonzerns. Er bekräftigte das Bekenntnis zum Standort Eimbeckhausen und erinnerte an die nach der Übernahme zunächst große Skepsis bei den Mitarbeitern, künftig zu einem chinesischen Mutterkonzern zu gehören. Chen kokettierte aber auch mit der ländlichen Lage von Hytera Mobilfunk: Als Geschäftsführer Klausing ihm zum ersten Mal das Areal für einen möglichen Neubau vorgestellt habe, habe er daran gedacht, dass das ein schöner Platz sei, um zwei Pferde zu halten. Pferde sind auf dem Gelände nicht zu finden, ganz ohne blieb Chen gestern dennoch nicht: Von Vertretern des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums erhielt er das Niedersachsenross als Anstecknadel.

Als Leiter der Mittelstandsabteilung im Wirtschaftsministerium überbrachte Ulrich M. Petersen Grüße von Minister Olaf Lies, gratulierte zum 35-jährigen Firmenjubiläum. „Sie bieten hier in der ländlichen Region Arbeitsplätze in allen Qualifikationsstufen und wollen noch weitere schaffen. Sie zeigen, dass Hightech in Niedersachsen überall möglich ist, nicht nur in Ballungszentren.“ Innovationen seien für Niedersachsen unverzichtbar, da sie dem Land und seinen Unternehmen Spitzenplätze in der Weltwirtschaft sicherten. Die Betriebsstätte in Eimbeckhausen werde konzernweit zum Headquarter für Europa.

Andreas Manz, Wirtschaftsförderer des Landkreises, gratulierte ebenfalls: „Sie schaffen Arbeitsplätze, tragen Wirtschaftskraft in unsere Region, in die Stadt Bad Münder – und die hat es bitter nötig, glauben Sie mir das“, erklärte er. Der Wirtschaftsraum Weserbergland und auch das Land profitierten vom Engagement Hyteras.

Geladen war auch der Mann, ohne den kein 35-jähriges Firmenjubiläum möglich geworden wäre: Gründer Heinz Bick nahm die Gäste mit auf Zeitreise, erinnerte an die Anfänge des Unternehmens quasi in einer Garage, später in einer Wohnung über der Sparkasse Eimbeckhausen, und skizzierte den Weg zu einem international gefragten Mobilfunkexperten. 2007 wurde Bick verabschiedet – seit drei Jahren leitet Matthias Klausing Hytera Mobilfunk. Er stellte den Gästen den Weg mit Wachstum und Investition in den vergangenen Jahren vor, der so gar nicht das widerspiegelte, was Mitarbeiter bei der Übernahme durch einen chinesischen Konzern befürchtet hatten: Technologie- und Patentabfluss. „Unseren Umsatz konnten wir seither jährlich deutlich steigern.“ Aus einem Standort seien elf geworden. „Wir wollen weiter wachsen. Der Kampf um die besten Ressourcen trifft allerdings auch uns – es ist nicht so leicht, hoch qualifizierte Fachkräfte davon zu überzeugen, dass Eimbeckhausen ein guter Platz zum Arbeiten ist“, so Klausing. Wie gut Hytera in Eimbeckhausen allerdings aufgestellt ist, davon konnten sich Besucher gestern auch bei einem Tag der offenen Tür im Unternehmen überzeugen.

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