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30:25-Auswärtssieg beim Tabellenzweiten / VfL Bad Nenndorf II setzt Niederlagenserie in Herrenhausen fort

HSG Schaumburg Nordüberrascht gegen HF Springe II

Handball (hoh/hga). Der VfL Bad Nenndorf II hat seinen Sturzflug in der Landesliga nicht gestoppt. Beim MTV Herrenhausen unterlag die VfL-Reserve 14:29, verlor das achte Spiel in Folge.

MTV Herrenhausen - VfL Bad Nenndorf II 29:14 (11:6). Frustriert stellte VfL-Coach Rainer Hinze fest, die Niederlage sei auch in der Höhe verdient gewesen. Hätte Thorsten Willuhn im VfL-Tor nicht eine Klasseleistung gezeigt, wäre das Debakel noch höher ausgefallen. Die Mannschaft war sich der schwierigen Situation bewusst, war aber nicht in der Lage, ihr Leistungsvermögen abzurufen. Bis zum 6:7 hielt der VfL in Hälfte eins noch mit. Ab der 20. Minute ging es dann deutlich bergab. "In den letzten 40 Spielminuten haben wir einen spielerischen Offenbarungseid geleistet", sagte Hinze völlig enttäuscht. Über 10:20 und 12:27 ging es in Hälfte zwei zum 14:29-Endstand. Früh ließ der VfL die Köpfe hängen, wurde am Endeeinfach überrannt. "Wir hatten nichts mehr entgegenzusetzen", bilanzierte Hinze den bisherigen Saisontiefpunkt. Der VfL rutschte auf den elften Tabellenplatz ab, nur noch knapp vor einem Abstiegsplatz. VfL II: Stille 4, Raik Lübke 3, Zhorzel 2, Steinert 2, Nolte 2, Sieger 1. HF Springe II - HSG Schaumburg Nord 25:30 (10:16). Die HSG Schaumburg Nord hat ihre am vergangenen Wochenende gezeigte Leistung bestätigt und gewann beim Tabellenzweiten HF Springe II 30:25 (16:10). Es war ein eminent wichtiger Auswärtserfolg, bedeutete er doch einen enormen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Eine Halbzeit den Gegner dominiert, eine Halbzeit mit viel Glück überstanden, am Ende war die HSG über den Spielausgang hochzufrieden. In Hälfte eins bestimmte die HSG den Spielverlauf, führte 5:2, 10:6 und zur Pause 16:10. "Wir haben in der Defensive gut gearbeitet", lobte Coach Evers. Nicht so stark wie erwartet zeigten sich die Gastgeber, hatten der konzentriert nach vorn spielenden HSG nicht viel entgegenzusetzen. Langsam schlichen sich dennoch Fehler bei der HSG ein, die in der zweiten Halbzeit zum völligen Verlust der spielerischen Linie führten. "Jeder hat sein Spiel versucht, aber nicht mehr gemeinsam", kritisierte Evers. Dennoch, die HSG hatte immer wieder gute Momente und kam über 16:12, 22:14 und 23:19 zum in der Endsumme verdienten 25:30-Auswärtserfolg. HSG: Lattwesen 9, Czerwinski 8, Günzel 7, Hecht 3, Hinze 2, Stramer 1. HSG Fuhlen-Hess. Oldendorf - SV Aue Liebenau 27:22 (11:11). "Ich bin natürlich hundertprozentig zufrieden mit dem Ergebnis! Wir haben konzentriert und diszipliniert in der Deckung gespielt mit einem starken Keeper Florian Söhlke. Das war eine Top-Leistung", freute sich HSG-Coach Ulf Serverin. In der ersten Halbzeit entwickelte sich eine sehr ausgeglichene Begegnung. Über ein 2:2 und 3:3 traf der gefährliche Aue-Scharfschütze Waldemar Buchmüller (7 Tore) zur 6:4-Führung für den großen Favoriten. Ansonsten hatte die homogene HSG-Abwehr den SV-Torjäger fest im Griff. "Ben" Bauer erzielte den 7:7-Ausgleich, ehe beim 11:11-Pausenstand die Seiten gewechselt wurden. Auch im zweiten Spielabschnitt blieb die faire und spannende Partie bis zum 17:17-Ausgleich (47.) recht offen. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, bevor sich die Weserstädter in einen Rausch spielten und von ihren begeisterten Fans zusätzlich beflügelt wurden. Über ein 20:18 (51.)führte die Serverin-Truppe plötzlich sensationell mit 26:19 und hatten den resignierenden Gästen den Schneid abgekauft. Mit viel Einsatz und Leidenschaft feierten die glücklichen HSG-Spieler einen tollen 27:22-Heimtriumph. HSG: Bauer 7, Ostermann 6, Wassiljew 4, Dorndorf 3, Krettek 3, Heppner 2, Köpke 1, P. Pasternak 1.

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