weather-image
19°

Hospiz-Anbau startet erst 2014

Bad Münder. Volker Behncke ist verärgert. „Seit einem Jahr sollte die Hospizerweiterung schon stehen“, sagt der Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste gGmbH (Awo GSD). Statt auf Unterstützung seien sie mit ihren Plänen seitens der Stadt immer nur auf Schwierigkeiten gestoßen. Zuerst stellte die Verwaltung Kosten in Höhe von 70 000 Euro für die Überplanung des Deisterhangs in Rechnung. „Nach ewigem hin und her haben wir uns endlich auf 10 000 Euro einigen können“, erklärt Behncke, „und jetzt kommt der Landkreis mit der Renaturierung des Schotter-Parkplatzes an der Klinik“.

270_008_6575039_lkbm101_0309_parkplatz_awo_0006.jpg

Dies war damals beim Bau des Hospizes als Bedingung vertraglich festgehalten worden. Inzwischen habe sich die Situation durch den Ausbau der verschiedenen medizinischen Bereiche geändert. „Wir brauchen diese Parkplätze“, macht Behncke deutlich. Außerdem werde der Schotterplatz seit Jahrzenten zum Parken genutzt. Die Brisanz: dieser liegt im Quellenschutzgebiet. „Wir können nicht auf diesen Parkplatz verzichten und von unseren Patienten verlangen, dass sie kilometerweit bis zur Klinik laufen“, so Behncke. Die Kosten für eine Instandsetzung des Platzes liegen bei 150 000 Euro, „weil spezielle Anforderungen zu erfüllen sind, damit beispielsweise, wenn Öl ausläuft, die Quellen nicht verschmutzt werden“, erklärt Behnke.

Als Sozialunternehmer ärgere ihn die mangelnde Flexibilität seitens der Behörden, die sich bereits bei der Baugenehmigung für die Hospizerweiterung gezeigt hätten: „Wir werden nicht als Partner gesehen.“

Als „Retter“ soll nun das Deutsche Rote Kreuz auf den Plan treten. Für eine Erweiterung der Rettungswache stellen die Awo GDS per Erbbaurecht Flächen zur Verfügung – im Gegenzug übernimmt das DRK den notwendigen Umbau des Parkplatzes und lässt die Awo diesen nutzen.

„Wir und das DRK stehen mit dem Landkreis in Verhandlungen“, sagt der Geschäftsführer. Fest stehe: Mit der Fertigstellung der Hospizerweiterung sei nicht vor Herbst nächsten Jahres zu rechnen. Wie berichtet, möchte die Awo GSD ihr 2009 eröffnetes Hospiz von sechs auf zehn Plätze erweitern.

Kreis-Pressesprecherin Sandra Lummitsch wollte sich gestern mit Rücksicht auf das laufende Verfahren nicht näher äußern und sagte nur: „Die Awo kennt ihre Hausaufgaben.“col

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare