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Transport des Kyffhäuserbundes startet

Hilfe für Wangerin

Obernkirchen (sig). Die Hilfsaktionen für die polnische Stadt Wangerin will der Kyffhäuserbund auf Kreisebene mit tatkräftiger Unterstützung der Obernkirchener Kameradschaft fortsetzen. Die besondere Beziehung zu diesem Ort hat tiefere Gründe: Dort wurde nämlich vor 220 Jahren der Kyffhäuserbund ins Leben gerufen.

Wangerin hält einem Vergleich mit früher nicht mehr stand. Nahezu jeder zweite Einwohner ist arbeitslos. In der Kasse der Stadt herrscht Ebbe. Die Bürger freuen sich über jede Hilfe. Deshalb lösten die beiden bisherigen Spendenaktionen dort große Freude aus. Im vergangenen Jahr kamen aus dem Schaumburger Land über 130 Säcke und Kartons mit Kleidungsstücken zusammen, außerdem Spielsachen, Gartenzubehör und sogar Fahrräder. "Wir planen zurzeit bereits die nächste Maßnahme", berichtete bei der Jahreshauptversammlung der 1. Vorsitzende der Obernkirchener Kameradschaft, Dietrich Dombrowa. Im April oder Mai soll der dritte Transport in das 800 Kilometer entfernte Wangerin starten. Dann bringen die befreundeten Kameradschaften aus Meinsen-Warber, Luhden, Auetal, Rehren, Steinbergen und Deckbergen das Ergebnis ihrer Sammlungen in die Bergstadt. Von hier beginnt die Fahrt in Begleitung einer Abordnung. Vorweg wird Dombrowa aber zusammen mit seinem Landesvorsitzenden Otto Prüßner aus Gifhorn bereits am kommenden Montag zu Gesprächen in Wangerin erwartet: "Wir wollen alles tun, um die Beziehungen mit den dort lebenden Menschen zu vertiefen." Im Vorjahr gab es bereits einen Anfang im Jugendbereich: Eine Gruppe von polnischen Schülern nahm als Belohnung für herausragende schulische Leistungen am Zeltlager in Niedersachsen teil. Eines der Ziele dieser Fahrt ist zudem das Bestreben, in Wangerin einen Gedenkstein zur Erinnerung an die Gründung des Kyffhäuserbundes errichten zu lassen.

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