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Markasit-Knollen und "Schaumburger Diamanten" beim 11. Mineralientag im Bergwerksmuseum

Hierzulande einer der beliebtesten Sammlertreffs

Kleinenbremen (gp). Ein reges Kommen und Gehen herrschte den ganzen Sonntagnachmittagüber im Kleinenbremer Bergbaumuseum: Mehr als 650 Besucher wollten die (11.) Neuauflage der dort regelmäßig einmal pro Jahr stattfindenden Mineralien- und Fossilienbörse sehen. "Kein neuer Teilnehmerrekord, aber angesichts der winterlichen Witterungsverhältnisse eine überaus erfreuliche Resonanz" zeigte sich Museumspädagogin und "Ausstellungsmacherin" Susanne Riedmayer zufrieden.

Großer Andrang und reges Besucherinteresse: Die 11. Auflage des

Auch die 31 Standbetreiber zogen eine durchweg positive Bilanz. Einige hatten nach eigenem Bekunden zwischendurch immer wieder "frische Ware" aus dem Kofferraum nachholen müssen. Die meisten sind, wie Barbara Lindenberg aus dem Kalletal, seit vielen Jahren dabei. "Wichtiger als der Verkaufserlös sind für mich und viele andere die Begegnungen und Gespräche am Rande", so die 81-Jährige. "Über den Preis lasse ich mit mir reden". Schwerpunkt ihres Angebots war ein breites Sortiment an Mineralgestein. Das meiste davon hat sie selbst auf zahllosen Streifzügen durchs Weserbergland und über die Lipper Anhöhen entdeckt und nach Hause getragen. Der Rest sei "Urlaubsbeute" aus entfernteren Regionen. Einige der Fundstücke sind ihr nach eigenem Bekunden "wie Kinder" ans Herz gewachsen. "Trotzdem muss und will ich mich in meinem Alter langsam davon trennen". Standnachbarin Bärbel Olivier war zum dritten Mal dabei. Die Kleinenbremer Veranstaltung habe sich im Laufe der Jahre zu einem der bekanntesten und beliebtesten Sammlertreffs im heimischen Raum entwickelt, lobt sie Idee und Ausstellungskonzept. Die 59-Jährige aus Lemgo muss es wissen. Seit 35 Jahren ist sie auf zahlreichen nationalen und internationalen Börsen unterwegs. Ins Bergwerksmuseum hatte sie vor allem auffällig geformte Kalzitkristalle, goldglänzende Pyrit-Würfel, zart schimmernden Markasit-Knollen und eine stattliche Auswahl "Schaumburger Diamanten" mitgebracht. Den größten Teil hat sie selbst aufgespürt ("ich bin süchtig danach"). Die Nachfrage nach Standplätzen sei enorm gewesen, erklärt Ausstellungsmacherin Susanne Riedmayer nicht ohne Stolz. Den anhaltenden Erfolg der Veranstaltung führt sie auch und vor allem auf das stimmige Ambiente und die klar umrissenen Vorgaben zurück. So werden laut Riedmayer nur "echte" Sammler zugelassen. Außerdem müsse das Gros der mitgebrachten Stücke aus der heimischen Weser- und Mittelgebirgsregion stammen. Der Qualität des Angebots hat das bisher offensichtlich nicht geschadet. Mit Ausnahme von Gold, dem weltweit seit jeher begehrtesten Sammlergestein, war in Kleinenbremen praktisch alles zu sehen (und zu haben). "Und das", so Riedmayer, "auf erstaunlich niedrigem Preisniveau". Höhepunkte für die Besucher waren auch diesmal wieder die zu jeder vollen Stunde durchgeführten Los-Aktionen. Hintergrund: Statt eines Standgeldes mussten alle Aussteller einige ihrer besten Exponate für eine Tombola stiften. Die zum Teil kostbaren Stücke wechselten noch während der Veranstaltung den Besitzer. Die Folge: Mehr als ein Drittel der Besucher konnte sozusagen "steinreich" nach Hause gehen.

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