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Verwaltungsausschuss berät über Ansiedelung an Braasstraße

Heute fällt Entscheidung über neuen Supermarkt

Rinteln (wm). Heute wird sich der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung mit einer Bau voranfrage des Rintelner Unternehmers Jens Gerth beschäftigen: Der möchte auf seinem Grundstück an der Braasstraße gegenüber von "Aldi" einen 3000 Quadratmeter großen Supermarkt - mit Schwerpunkt auf Lebensmitteln - ansiedeln.

Zurzeit noch Verkaufsgelände für Skulpturen, Brücken und Steintr

Ein Bauvorhaben, das Gerth noch vor der Ansiedelung des "Expert"-Marktes angekündigt und für das er im April 2004 zusammen mit Thorsten Ruhe vor dem Verwaltungsgericht geklagt hat, nachdem ihm die Stadt eine Absage erteilt hatte. Gerth betonte, er habe erneut zwei ernsthafte Interessenten, jetzt komme es nur noch auf die Entscheidung der Stadt an. WEZ, ursprünglich an einer Umsiedelung vom Seetor ins Industriegebiet Süd interessiert, sei inzwischen abgesprungen, weil die Stadt so lange mit einer Entscheidung gezögert habe, schilderte Gerth. Eine Konkurrenz zur Fußgängerzone sieht Gerth in seiner geplanten Ansiedelung nicht - einen Lebensmittelsupermarkt gebe es nicht an Kloster- oder Weserstraße. Zu erwarten sei dagegen eine "Entzerrung" auf der Konrad-Adenauer-Straße, weil der neue Supermarkt als Konkurrenz zu "Marktkauf" zu sehen sei - zumindest fürdie Kundschaft aus Lippe. Schon heute schaffe es das Einkaufszentrum im Industriegebiet Süd an der Braasstraße "Leute an die Stadt heranzuführen", die dann auch zu Ärzten, Apotheken, in die Fachgeschäfte der Innenstadt oder einen Kaffee trinken gehen würden. Bäckerei wie die Toto-Lotto-Annahme mit ihrem weiteren Angebot hätten sich als Nahversorger für das Industriegebiet Süd etabliert: "Da stehen schon morgens Schlangen." Der wesentliche Gegenstand seiner Normenkontrollklage vor zwei Jahren vor dem Verwaltungsgericht habe sich mit der Aufhebung der Sortimentsbeschränkung durch den Rat erledigt, bestätigte Gerth. Sinnigerweise durch die Ansiedelung des "Expert"-Marktes. Blieben die Kommunalpolitiker wie die Verwaltung ihrer damit eingeschlagenen Linie treu, wäre es nur konsequent, einem Lebensmittelsupermarkt zuzustimmen. Nur weitere Angebote im Industriegebiet Süd seien in der Lage, die Kaufkraft aus Kalletal und Extertal in Rinteln zu binden. Die Klage sei allerdings deshalb noch nicht zurückgezogen, weil er Schadenersatzansprüche, einen Planungsschaden und entgangenen Gewinn geltend machen könnte. Das wäre für ihn allerdings kein Thema mehr, sollte der Supermarkt Realität werden und die Stadt dem Konzept zustimmen. Wie Erster Stadtrat Jörg Schröder gestern auf Anfrage bestätigte, habe man sich zumindest - vorbehaltlich des Verwaltungsausschussbeschlusses - über ein Verkehrskonzept geeinigt: Der Lebensmittelsupermarkt wie die anderen Geschäfte gegenüber von "Aldi" sollen von der Südseite aus, also durch eine Straße und Parkplätze hinter den Grundstücken, erschlossen werden. Das sei schon nötig, um die Einmündung an der Bundesstraße zu entlasten.

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