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Konzern bringt Prof. Beckenbauer mit / "Unter 1150 Quadratmetern geht nichts"

Heute: Bauausschuss Bad Eilsen berät die Zukunft des Edeka-Projekts

Bad Eilsen (tw). Spannung in des Wortes Doppelsinn liegt in der Luft, wenn am heutigen Donnerstag, 1. Februar, 17 Uhr, der Bauausschuss zu einer -öffentlichen - Sitzung im Haus des Gastes (Lesesaal) zusammen kommt. Nach Ortsterminen zur Parkproblematik im Kurort steht als Punkt fünf die "Beratung und Beschlussfassung über den B-Plan Nr. 19 ,Arensburger Straße' " auf dem Programm. Klartext: Es geht um den Edeka-Neukauf auf dem Areal der Schaumburg-Klinik ...

Um für alle Fälle gewappnet zu sein, wird Andreas Stegemann, Geschäftsführer Immobilien-Service bei Edeka, den Schallschutzexperten Prof. Dr.-Ing. Klaus Beckenbauer zur Sitzung mitbringen; Beckenbauer hatte im Edeka-Auftrag das Lärmschutzgutachten erstellt, das für Bürgermeister Horst Rinne "parteiisch" ist. Dem Vernehmen nach soll die Gemeinde nunmehr einen Schallgutachter aus dem Raum Hannover damit beauftragt haben, die Erkenntnisse aus dem Gutachten von Beckenbauer in einen schalltechnischen Entwurf einzuarbeiten, der den Bauausschussmitgliedern heute als Tischvorlage zur Kenntnis gegeben werden soll. Auf Seiten Edekas mit dabei sein wird aber auch Ralf Losert von der Planungsgemeinschaft Dr. Theine (PGT), die das Verkehrskonzept für das Gelände ausgearbeitet hat. Derweil hat der Bürgermeister - wie angekündigt - Wort gehalten: "Herr Rinne hat mir die Bekanntmachung der Bauausschusssitzung per Kurzbrief zugeschickt, auf meine schriftlich formulierten Fragen (wir berichteten) aber nicht geantwortet", so Stegemann am Dienstag gegenüber der Landes-Zeitung. Dennoch habe der Konzern die noch ausstehenden Hausaufgaben gemacht: Das Flächenkonzept (Anordnung der Verkaufsfläche/Nebenräume) ist erarbeitet worden; Die für den Bauantrag notwendigen Lagepläne sind bestellt; Die Abbruchgenehmigung für das denkmalgeschützte Fachwerkgebäude liegt vor. "Weitere Abbruch-Anträge sind nicht erforderlich", sagt Stegemann. Ein Brandschutzgutachten wird laut Aussage des Geschäftsführers nach Rücksprache mit dem Landkreis nicht verlangt; Die Entwurfsplanung für den Bauantrag ist in Vorbereitung; Ebenfalls in Vorbereitung sind die Anträge für die Hausanschlüsse; Derzeit wird von Edeka bereits der Ladeneinrichtungsplan erarbeitet. Weil in der Vergangenheit drei unterschiedliche Zahlen zur Verkaufsfläche des Marktes kursierten, stellt Stegemann klar: "Eine - mögliche - spätere Erweiterung von 1150 auf 1500 Quadratmeter würde nur in Absprache und mit Zustimmung der Gemeinde erfolgen." Edeka wolle besagte Möglichkeit aber bereits in der Planung berücksichtigt wissen. Stegemann unmissverständlich: "Die letztliche Größenordnung bestimmt der Rat der Gemeinde Bad Eilsen. Wir werden das Objekt auch dann realisieren, wenn nur die derzeit angedachten 1150 Quadratmeter genehmigt werden." Im Übrigen habe der Neukauf nach dem letzten Stand der Planung sogar weniger als 1150 Quadratmeter. "Wir werden", sagt der Geschäftsführer, "jedoch keine kleinere Verkaufsfläche akzeptieren, da diese nicht mit einem Vollsortimenter der Vertriebsschiene ,E-Neukauf' vereinbar ist". Mit Blick auf die Kundenorientierung müsse der Markt Mindestanforderungen erfüllen. Soll heißen: Mit - nur - 800 Quadratmetern, wie sie fürDiscounter ausreichend wären, könne Edeka sich nicht begnügen.

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