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Große Einsatzübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd / Obernkirchens Bauhof dient als "Unfallort"

Herzanfall am Steuer - Lkw rammt Müll-Mulde

Obernkirchen (sig). Das Szenario auf dem städtischen Baubetriebshof verhieß nichts Gutes. Unter einer bis oben gefüllten Mulde, die als Müllverwertungsanlage angesehen wurde, sollten zwei Personen eingeklemmt sein. Vorausgegangen war nach dem Übungsplan der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd der Herzanfall eines Lastwagenfahrers, der bei der Anlieferung von Materialien die Kontrolle über das Fahrzeug verloren habe.

Auf der Ladefläche des Bauhoffahrzeuges steht ein Fass mit ausla

Der Unfallwagen blieb einige Meter weiter brennend mit laufendem Motor stehen. Der Fahrer befand sich noch,über dem Lenkrad zusammengebrochen, im Führerhaus. Doch damit nicht genug: Auf der Ladefläche befand sich unter anderem ein Fass mit rund 200 Litern eines entzündbaren flüssigen Stoffes. Es gab außerdem weitere feste, aber eben auch entzündbare Stoffe. Zu diesem alles andere als einfachenÜbungseinsatz war der zweite Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd alarmiert worden, den der Ortsbrandmeister Rüdiger Teich aus Rolfshagen leitet. Kurz hintereinander trafen am "Unfallort" die Löschzüge aus Krainhagen, Rolfshagen, Helpsen, Meinsen-Warber-Achum und Sülbeck ein. Mit den siebenFahrzeugen kamen 32 Einsatzkräfte, die auf die beiden Unglücksorte aufgeteilt wurden. Laut Plan waren durch den angegebenen Unfall zwei Männer bei Schweißarbeiten eingeklemmt worden. Für den einen wäre jede Rettung zu spät gekommen, der andere konnte schwer verletzt geborgen werden. Bei der Rettung mussten Stahlelemente mit der schweren Metallschere zertrennt werden. Eingesetzt wurden außerdem Spreizer und Hebekissen, um die Unfallopfer unter der Mulde herausziehen zu können. Parallel dazu musste der Fahrer des verunglückten Lastwagens aus dem Führerhaus befreit und versorgt werden. Mit Pulver, Wasser und Schaum bekämpften die Blauröcke den angedeuteten Fahrzeugbrand. Die gefährliche Flüssigkeit wurde aufgefangen und der undichte Behälter verschlossen, ohne dass jemand zu Schaden kam. Eine Propangasflasche symbolisierte eines der Schweißgeräte. Hier wurde ebenfalls sofort sachgerecht gelöscht. "Die gesamte Situation ist hier so realistisch wie möglich dargestellt worden", lobte der Einsatzleiter nach der Übung. Der Löschtrupp auf der Ladefläche des Fahrzeuges arbeitete unter Atemschutzgeräten. Stadtkämmerer Wolfgang Seele und Bauhofleiter Karl Harting beobachteten das Geschehen und äußerten die Hoffnung, dass ein solcher Vorfall in ihrer "Bannmeile" nur ein Planspiel bleiben möge.

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