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Ursache des Feuers ungeklärt / Bewohner noch im Klinikum Minden

Herrenhaus in Schutt und Asche: Brandexperten suchen nach Spuren

Eisbergen (wm). Ein alleinstehendes ehemaliges Herrenhaus in der Straße Goltzenburg ist am Dienstag gegen 16.30 Uhr bis auf die Grundmauern niedergebrannt (wir berichteten). Wie die Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke gestern mitteilte, ist die Ursache des Feuers noch unklar. Brandexperten der Mindener Polizei durchsuchten am Mittwochmorgen die Brandstelle nach verwertbaren Spuren in dem bis zu 1,50 Meter hohen Brandschutt.

Durch die enorme Hitzeentwicklung und die daraus resultierenden starken Zerstörungen würden die Ermittlungen sicher noch länger andauern, so die Polizei. Die Beamten gehen von einem "Totalverlust" des Gebäudes aus und schätzen den Schaden auf mindestens 300 000 Euro. Der Feuerschein in dem Waldstück war am Dienstagabend noch in Rinteln zu sehen. Als die Löschgruppen aus Eisbergen und Kleinenbremen eingetroffen seien, habe das Herrenhaus bereits lichterloh in Flammen gestanden, schilderte Michael Horst, Pressesprecher der Feuerwehr Porta Westfalica. Die einsame Lage des Gebäudes im Wald, am Ende einer Sackgasse, hat die Feuerwehr vor zusätzliche Probleme gestellt, da sich das Haus am Hang befindet und nicht genug Wasserdruck vorhanden war. So ließ Einsatzleiter Dieter Will einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen einrichten. Damit konnten die Feuerwehren zumindest ein Übergreifen der Flammen auf eine angrenzende Fahrzeughalle verhindern. Zehn Löschgruppen der 14 Gruppen der Freiwilligen Feuerwehren Porta Westfalica waren am Ende im Einsatz. Die beiden Hausbewohner, ein Ehepaar, war bereits draußen und ist vorsorglich vom Rettungsdienst ins Klinikum Minden gebracht worden, da der Verdacht auf Rauchvergiftung bestand. Das Ehepaar befand sich gestern noch im Klinikum. Die Hausbewohner betreiben einen Blumenhandel in Barkhausen. Im hinteren Bereich befand sich der 7,5-Tonnen für den Blumenhandel, der von den Eigentümern noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnte. Die Decken in dem alten Haus bestanden aus Stroh und Holz, deshalb habe sich das Feuer auch so rasend schnell ausbreiten könnten, erläuterte Michael Horst von der Feuerwehr.

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