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CDU und Grüne bilden Gruppe im Rat / "Keine Fundamental-Opposition"

Helpser machen's wie die Hamburger

Helpsen (jl). Die politische Nähe zwischen der CDU und dem Grünen-Politiker Friedrich Deventer im Rat der Gemeinde Helpsen ist bereits geraume Zeit offenkundig. Jetzt steht die schwarz-grüne Zusammenarbeit auf einem richtigen Fundament: Die vier CDU-Ratsmitglieder und Deventer haben sich mit der Bezeichnung "Bündnis 2011" zusammen getan. Mit anderen Worten: Die Helpser machen es wie die Hamburger.

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Das Ergebnis der Kommunalwahl 2006 hat im Helpser Rat eine neue Generation Politiker aufeinander treffen lassen. Im Fall der CDU Fraktion und Deventer war für Beobachter schon früh erkennbar, dass es bei diesen beiden etliche inhaltliche Berührungspunkte gab und dass die "menschliche Chemie" stimmte. Ganz offenkundig ist dies geworden, seit Martina Lohmann die Führung der CDU-Fraktion übernommen hat und damit bei der Union die alte Garde endgültig ins zweite Glied getreten ist. Diese Faktoren haben Lohmann und Deventer jetzt in einem Pressegespräch als wesentlich für die Gruppenbildung angeführt. "Wir sind uns über zentrale Punkte der Gemeindeentwicklung politisch einig", unterstrich Deventer. Sehr positiv seien auch die "sehr angenehmen Um gangsformen". Die bislang lockere Zusammenarbeit auf eine per Gruppenvertrag untermauerte Basis gestellt haben die beiden Gruppierungen "nicht, weil wir gegen etwas sind, sondern weil wir eine positive Botschaft für die Entwicklung der Gemeinde liefern können", so Deventer. "Wir wollen zeigen, dass wir offen für Neues und nicht verstaubt und konservativ sind", betonte Lohmann und ergänzte: "Weil wir einer Meinung sind". Das "Bündnis 2011" -so lange dauert die Ratsperiode -hat sich laut Vereinbarung den Vokabeln "demokratisch, wirtschaftlich, sozial und öko logisch" verschrieben. Konkret heißt es in der Vereinbarung, "dass kein Flächenverbrauch für Infrastrukturprojekte wie einer B 65 erfolgen darf. Die Gruppe wird sich ferner dafür einsetzen, dass zukunftsfähige Gemeindeverwaltungsstrukturen geschaffen werden und dass ein Nebeneinander von Aufgaben der kommunalen Serviceeinrichtungen beseitigt wird". Hier taucht in anderen Worten die Forderung nach einer Einheitsgemeinde in Nienstädt auf, die Deventer beim inzwischen fast legendären Schwarzwurzelessen im Dezember vergangenen Jahres mit beachtlichem Nachhall auf den Tisch gebracht hatte. Als gleichberechtigte Gruppensprecher fungieren Lohmann und Deventer. Lohmann ist zudem Geschäftsführerin der Gruppe. Diese hat zwei Arbeitsgruppen: "Bauen, Umwelt, Klimaschutz und Entwicklungsplanung" (Leitung: Friedrich Deventer) sowie "Jugend, Kultur, Sport und Soziales" (Leitung: Jürgen Kauke). Diese Gruppen sind für interessierte Bürger offen.

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