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Helmut Ritter – ein Pastor in Rufweite anstatt in Rente

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Von Birgit Sterner

Wangelist. Mit der rechten Hand schiebt Pastor Helmut Ritter sein Fahrrad über die am Boden liegenden Kastanien. Pastor Ritter ist auf dem Weg zur St.-Annen-Kapelle. In der linken Hand trägt er einen schwarzen Aktenkoffer. In ihm liegt handlich verpackt sein Talar. Ritter hat enormes Gottvertrauen, er glaubt nicht an Zufälle. Gott lenkt mich, ist seine Devise.
 „Mit dem Bestehen der Eignungsprüfung für das Theologiestudium auf dem zweiten Bildungsweg hat Gott für mich ein Zeichen gesetzt, das dies mein Weg sei“, sagt er. Gelernt hat Ritter Industriekaufmann. Nun ist er 65 Jahre alt und von seinen Alltagsgeschäften als Geistlicher nach fast 29 Jahren entpflichtet, also im Ruhestand. „Für mich kommt nach der altersbedingten Entpflichtung kein Schlusspunkt, sondern ein Semikolon, was heißt es geht klein weiter“, erklärt der Geistliche. „Die Abkürzung i.R. bedeutet für mich ,in Rufweite‘, denn Pastor bleibe ich mein Leben lang“, sagt er mit fester Stimme.

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