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Auflagen der Nachbargemeinde akzeptiert / Wassertretstelle "nach Kneipp" in der Aue

Heeßen und Bad Eilsen sind sich einig: Freie Bahn für Bau des Caravanplatzes

Bad Eilsen/Heeßen (tw). Bad Eilsen kann seine Pläne für den öffentlichen Caravan-Platz im Bereich der Wagenremise weiter vorantreiben. Dieses "Signal" hat Heeßens Bauausschuss-Chef Heinrich Meier (CDU) den Kurort-Kollegen beim gemeinsamen Ortstermin gegeben. Denn Bad Eilsen, das für das Projekt den B-Plan "Südlich des Kurparks" aufstellen möchte, ist gewillt, auf alle Bedingungen der Nachbargemeinde einzugehen.

Demnach wird die Zu- und Abfahrt zum Platz nichtüber die Wiesen-, sondern über die Bahnhofstraße und von dort über einen mit Ausweichbuchten versehenen Stichweg neben den Gewächshäusern erfolgen. Die auf dem Gelände geplante Grillhütte wird so weit von Heeßer Terrain entfernt aufgestellt, dass Rauch und Geräuschkulisse weder ein benachbartes Wohngebäude noch den Kindergarten beeinträchtigen. Last, but not least werden Heeßen, das durch den Platz keine Einnahmen haben wird, keine (Planungs-)Kosten entstehen. Der Ortstermin beider Ausschüsse war nötig geworden, weil der B-Plan respektive Caravan-Platz sowohl Bad Eilser als auch Heeßer Gelände betrifft. "Ergo", sagt Heeßens Gemeindedirektor Heinz Wischnat, "müssen die B-Pläne beider Gemeinden aufeinander abgestimmt werden". Die Bad Eilser SPD-Fraktion votiert laut Hans-Jürgen Winkelhake beim Bau des Caravanplatzes für die "kleinere Lösung" mit maximal 35 Stellplätzen. Dafür soll der gleichfalls eingeplante Spielplatz im Gegenzug größer ausfallen. Ein Begehren, das die Zustimmung der CDU findet. Nicht mehr weiter verfolgt wird von beiden Parteien der Plan, auf dem Platz auch einen Teich anzulegen. "Das wäre für die Kinder zu gefährlich", so Winkelhake. Statt dessen soll es ein Wassertretbecken geben. Weil sich das Nass in diesem Becken laut Landschaftsplaner Thomas Zerner (ILE-X, Bückeburg) kaum auf Kneipp-Temperatur kühlen lassen würde, wird das Objekt auf Vorschlag von Bauausschuss-Chef Dr. Wilhelm Dreves (CDU) in der Aue angelegt. Neuigkeiten auch in Sachen der Fördertöpfe für den Caravanplatz: Laut Zerner wird derjenige, auf den Bad Eilsen gesetzt hat, Ende 2006 dicht gemacht; er ist schon jetzt weitestgehend ausgeschöpft. Dafür werden zwei neue eröffnet. "Allerdings", so Zerner, "wird erst Mitte 2007 klar sein, was - und wie - gefördert wird". DerPlaner rechnet mit möglichen Zuschüssen von 20 bis maximal 50 Prozent. "Die erste Summe ist allerdings wahrscheinlicher." Alternative für Bad Eilsen: Den Caravanplatz - notfalls in kleinen Schritten - zur Gänze auf eigene Kosten anlegen lassen. "Denn nur dann", betont Zerner, "hat der Kurort bei dem, was er von den Campern an Gebühren nimmt, freie Hand". Werde der Platz mit Zuschüssen errichtet, sei das dagegen nicht so. Konsens im Bauausschuss ist derweil, dass das Bad Eilser Areal das "gewisse Extra" haben und damit zu anderen Anlagen nicht nur konkurrenzfähig sein, sondern sie sogar ausstechen soll. Das gewisse Extra sind zum Beispiel Waschmaschinen und Trockner für die Wohnmobilisten: Die sollen dazu beitragen sollen, dass die Caravan-Freunde möglichst lange auf dem Platz verweilen. Auch dieÜberlegungen für spätere Wohnbauten im Bereich der Gewächshäuser und damit am Rande des Platzes haben nach dem Ortstermin konkrete Gestalt angenommen. Der Bauausschuss folgte bei der Beschlussempfehlung für das Ändern des B-Plans einer Anregung Zerners. Danach sollen sich die Objekte in ihrer Gestaltung (gestaffelte Dachflächen), aber auch in ihrer Trau- beziehungsweise Firsthöhe die Wagenremise zum Vorbild nehmen. Auf diese Weise soll der Bereich "Ensemble-Charakter" erhalten.

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